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Das Apfelbäumchen

Der Mann meiner Tante war evangelischer Pfarrer und bewohnte in den fünfziger Jahren mit meiner Tante und ihrem Sohn ein Pfarrhaus in einem Dorf im Taunus.

Meine jüngere Schwester und ich erhielten einige Jahre eine Einladung, ein paar Ferientage bei ihnen zu verbringen. Für uns Kinder, die wir damals noch in Miete wohnten, stellte das große Pfarrhaus ein Paradies dar. Es war nicht nur ein schönes Haus vorhanden sondern auch ein großer Garten, der sich hinter dem Haus erstreckte und in dem vor allem viele Obstbäume standen.

Unsere Tante erklärte uns, wir könnten von allen Obstbäumen essen nur von einem kleinen Apfelbäumchen nicht, es sei denn die Äpfel würden auf dem Boden liegen. Denn diese Äpfel seien für unseren Cousin bestimmt, der gerade von einer schweren Krankheit genesen war.

Ausgerechnet diese Klaräpfel waren gerade reif und schmeckten am besten. Also stand eine von uns "Schmiere" an dem rostigen Gartentürchen und die andere schüttelte das Bäumchen bis ein paar Äpfel hinunterfielen. Ich habe in meinem Leben schon viele Äpfel gegessen, aber keine haben so köstlich geschmeckt wie die Äpfel damals im Pfarrhausgarten.

daggi6

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