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Andere Länder, andere Sitten: Weihnachten weltweit - Teil 1

Wer hätte es gedacht? Nicht in allen Ländern wird Weihnachten auf die gleiche Art und Weise oder gar am gleichen Tag gefeiert. Bräuche, Sitten und Feiertage sind teilweise sehr unterschiedlich. Wir haben das Weihnachtsfest in einige Ländern etwas näher unter die Lupe genommen und haben die (für uns) kuriosesten Bräuche zusammengestellt.

Der rote Platz in Moskau bei Nacht

Russland

Da die Russen nach dem Julianischen Kalender leben und nicht wie die Deutschen nach dem gregorianischen, findet die Bescherung erst an Neujahr statt. Bis dahin geht 40 Tage lang die "Philippus-Fastenzeit". Sie endet am 7. Januar, dem Weihnachtstag, der mit einem großen Festmahl begangen wird. Der Heilig Abend fällt auf den 6. Januar und demnach noch in die Fastenzeit.
„Väterchen Frost“, der russische Weihnachtsmann, bringt in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar die Geschenke. Begleitet wird er von Schneeflocke, einem Mädchen, und Neujahr, einem Jungen. Bevor die Kinder am Morgen die Geschenke auspacken dürfen, müssen sie traditionell ein kleines Gedicht aufsagen.

Viele Russen befragen in der Weihnachtsnacht einen Wahrsager. Auch ist es Brauch, dass die Mädchen in dieser Nacht in einen Spiegel sehen – der Sage nach soll ihnen dort ihr zukünftiger Bräutigam erscheinen. Die Weihnachtszeit und damit auch das julianische Kalenderjahr endet am 11. Januar.

Polen

Während wir uns in der Vorweihnachtszeit schon die Bäuche mit Lebkuchen und Plätzchen vollschlagen, beginnt in Polen am 1. Advent die Fastenzeit. Sie endet am Heilig Abend, wo das traditionelle „Wigilia“, das 12-Gerichte-Essen mit der Großfamilie begangen wird. Die zwölf Gerichte stehen für die zwölf Apostel Jesu und für das Beten und Wachen vor der Ankunft Jesu Christi. Es ist das wichtigste Familienfest in Polen.

An diesem Abend wird kein Fleisch serviert, lediglich Fisch und Gemüse. Der Tisch wird mit einem Gedeck mehr eingedeckt, als Zeichen der Gastfreundschaft und falls unangemeldet Besuch vorbeikommt. Bevor das „Wigilia“ mit dem ersten Stern am Himmel beginnt, teilt jeder eine Oblate mit den anderen. Als Nachtisch gibt es meist „Sernik“, einen Käsekuchen. Danach werden die Geschenke ausgepackt und die Mitternachtsmesse besucht.

Bulgarien

In Bulgarien findet Weihnachten am 25. Dezember statt und bedeutet auch hier das Ende der Fastenzeit. Die Festlichkeiten beginnen bereits am Heiligen Abend, an dem immer eine ungerade Zahl an Gerichten zubereitet wird, in der Regel sieben, neun oder dreizehn. Diese Gerichte müssen vegan sein, das heißt, sie dürfen keinerlei tierische Erzeugnisse enthalten, weil der 24. Dezember noch zur Fastenzeit zählt. Am Anfang vom Festmahl wird ein spezielles rundes Brot, indem eine Münze versteckt ist, zwischen allen Familienmitgliedern aufgeteilt (auch je ein Stück für Gott, Heilige Maria, das Haus oder auch für das Haustier). Wer die Münze bekommt, wird im nächsten Jahr immer gesund sein und viel Glück haben.

In der Nacht des ersten Weihnachtstages ziehen die jungen Männer mit dekorierten Stöcken aus Kornelkirschen , „Koledari“ genannt, von Haus zu Haus, um den Leuten gute Wünsche auszusprechen und mit ihrem Gesang böse Geister zu verjagen. Dafür bekommen sie von den Leuten Brezeln, Wein oder auch Geld geschenkt.

An den Weihnachtstagen selbst werden brave Kinder beschenkt und es wird üppig gegessen, es gibt jedoch keine traditionellen Gerichte.

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