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Andere Länder, andere Sitten: Weihnachten weltweit - Teil 3

So unterschiedlich feiert die Welt Weihnachten
Zum Mittagessen landen Kartoffelsalat und Würstchen auf dem Tisch, am Heiligen Abend wird in der Kirche Gottesdienst gefeiert. Die Geschenke unter dem Tannenbaum und gutes Essen an beiden Weihnachtstagen - so läuft das Weihnachtsfest in vielen deutschen Familien ab. Traditionen ganz anderer Art bestimmen hingegen die Feiertage in anderen Ländern rund um den Globus.

Weihnachtsbräuche in Europa

Holzschuh mit Geschenken

Nicht der Weihnachtsmann, sondern der Nikolaus bringt in den Niederlanden die Geschenke. „Sinterklaas“ und sein Diener, der „Zwarte Piet“, verstecken am 5. und 6. Dezember in bereitgestellte Schuhe die Geschenke. Die Mohrrübe und das Heu daneben dienen den Pferden der Kutsche und sind nicht mit dem Geschenk zu verwechseln.

Kohle statt Geschenke gibt es für unartige Kinder in Italien. Am 6. Januar besucht die Hexe Befana jedes Haus und überreicht die Geschenke - oder leider nur Kohle. Der Sage nach ist Befana auf der Suche nach dem Jesuskind, geleitet vom Stern von Betlehem. Da sie jedoch zu spät aufbricht, kommt sie erst am 6. Januar. Italienische Kinder müssen daher noch heute länger auf die Bescherung warten als hierzulande.

Ein lautes Trommeln erfüllt die Straßen in Griechenland am 24. Dezember. Mit Lobgesängen und Trommeln laufen Kinder durch die Stadt. Sie sollen Glück bringen und werden dafür mit kleinen Geschenken belohnt. Die großen Geschenke gibt es zum Jahreswechsel vom heilige Vassilius vor das Bett gelegt. Der eigentliche Höhepunkt der Weihnachtsfeiertage wird mit Speis und Trank am 6. Januar begangen.

In Dänemark spielt eine Mandel am Heiligen Abend eine große Rolle. Beim traditionellen Reisbrei-Essen wird eine Mandel versteckt. Wer sie in seinem Brei findet, darf sich über reichlich Glück im kommenden Jahr freuen. Runterschlucken ist da definitiv nicht ratsam.

Weihnachtsbräuche weltweit

Weihnachtsmann am Strand

Weihnachten am Strand wird jedes Jahr in Australien gefeiert. Trotz sommerlicher Temperaturen ist das Weihnachtssingen seit 1938 eine feste Tradition in Down Under. Das „Carols by Candlelight“ wird standesgemäß bei Kerzenschein und in Shorts begangen. Wie in anderen britisch geprägten Ländern landet am 25. Dezember ein Truthahn auf dem Tisch. Ein zünftiges Grillfest am Strand wird ebenfalls gern veranstaltet.

Laut und bunt ist das Weihnachtsfest in Mexiko. Das streng katholische Land beginnt mit Straßenumzügen, den „Posadas“, die Feierlichkeiten. An jeder Straßenecke sind Weihnachtskrippen zu finden. Für die Kinder sind Geschenke und Süßigkeiten in Pinatas versteckt.

Auf den Philippinen kommen Freunde des Weihnachtsfestes voll auf ihre Kosten. Schon am 16. Dezember werden die Feiertage eingeläutet. Abendliche Messen gehören in dieser Zeit zum festen Bestandteil der Feierlichkeiten, die bis zum 9. Januar andauern. Ihren Höhepunkt erreichen die Weihnachtsfeiertage auf den Philippinen am Heiligen Abend mit den Nochebuena, dem großen Festessen mit der ganzen Familie.

Auf Ost-Timor treten Gemeinden jedes Jahr zum Krippenwettbewerb an. Landesweit wird die schönste Krippe gesucht, die siegende Gemeinde kann sich nationaler Bewunderung sicher sein. Geschenke sind in Ost-Timor gar nicht üblich, auch spielt der Weihnachtsmann keine große Rolle. Am 1. Weihnachtsfeiertag gehen Familien in die Kirche und essen anschließend gemeinsam. Einen 2. Weihnachtsfeiertag gibt es - zum Leidwesen der arbeitenden Bevölkerung - gar nicht.

Kokusnuss mit Weihnachstmütze am Meer

Brasilien

Da sich Brasilien auf der Südhalbkugel befindet, ist es dort im Dezember sommerlich warm. Das hindert die Brasilianer aber nicht daran, ordentlich und ausgiebig Weihnachten zu feiern, mit Weihnachtsbaum und allem Drum und Dran. Neben Tannen werden zusätzlich viele andere Gewächse von Palmen über Mangobäume bis hin zu Bananenstauden feierlich geschmückt. Viele Traditionen haben die Einwanderer mit nach Brasilien gebracht. Inzwischen wurden diese von den Einheimischen weiterentwickelt und abgewandelt. Dadurch wird das Weihnachtsfest in Brasilien zu etwas ganz Einmaligen.

Am Heilig Abend wird gemeinsam mit der Familie ein Festmahl veranstaltet und es findet die Bescherung statt. Auf der Speisekarte steht traditionell ein Puter, der mit Innereien, Kastanien, Ananas und weiteren Zutaten gefüllt wird. Ebenso werden Fisch, Feigen und Datteln gereicht. Um Mitternacht findet die Messe statt. Danach geht es bei den Brasilianern erst richtig los. Bei buntem Feuerwerk, Musik und Tanz wird oft bis in den Morgengrauen gefeiert. Dementsprechend wird am Tag danach erst einmal ausgeschlafen. Später besuchen sich Freunde gegenseitig und es werden die Reste vom Festmahl verspeist.

Mexiko

Die weihnachtlichen Festlichkeiten beginnen hier am 15. Dezember. Während der neuntägigen „Posadas“ wird die Suche von Maria und Joseph nach einer Herberge symbolisiert. Es finden Umzüge statt, Gastwirte laden in ihre Häuser ein, es wird eine „piñata“ zerschlagen, „Ponche“ getrunken, ein Heißgetränk, welches einer Bowle ähnelt und mit den typischen mexikanischen Früchten zubereitet wird, und es werden Buñuelos (ein Schmalzgebäck) gegessen.

An Heilig Abend wird Truthahn oder Kabeljau mit hausgemachten Spezialitäten gereicht, das kann von Familie zu Familie unterschiedlich sein. Bis zur Bescherung müssen die Menschen etwas Geduld aufbringen: Um Mitternacht wird das Jesuskind in die Krippe gelegt und danach erst dürfen die Weihnachtsgeschenke ausgepackt werden.

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