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Andere Länder, andere Sitten: Weihnachten weltweit - Teil 2

Wer hätte es gedacht? Nicht in allen Ländern wird Weihnachten auf die gleiche Art und Weise oder gar am gleichen Tag gefeiert. Bräuche, Sitten und Feiertage sind teilweise sehr unterschiedlich. Wir haben das Weihnachtsfest in einige Ländern etwas näher unter die Lupe genommen und haben die (für uns) kuriosesten Bräuche zusammengestellt.

Panettone und Weihnachtsdeko

Spanien

Seit 1812 findet in Spanien traditionell am 22. Dezember eine Sonderziehung der staatlichen Lotterie statt. Die spanische Weihnachtslotterie gilt, gemessen an der ausgespielten Gesamtsumme, als die größte Lotterie der Welt. Für viele Spanier ist dieser Tag ein wichtiges Ereignis, daher beginnt für sie Weihnachten an diesem Tag.

Der Heilige Abend wird in Spanien genauso verbracht wie in vielen anderen Ländern, man isst mit der Familie und besucht danach die Weihnachtsmesse. Auch das Aufstellen eines Weihnachtsbaums ist dort nicht verbreitet, zwar wird das Haus geschmückt, doch viele stellen nur eine Krippe auf.

Am 28. Dezember wird der „Tag der Heiligen Unschuldigen“ gefeiert, der mit dem deutschen 1. April vergleichbar ist. Die Menschen versuchen sich gegenseitig einen Streich zu spielen und auch die Medien verbreiten scherzhaft Falschmeldungen.

Die Bescherung findet erst am 6. Januar statt, am Tag der Heiligen Drei Könige, die nach christlichem Glauben an diesem Tag das Christkind in Bethlehem besuchten und beschenkten. Diese beschenken auch nach spanischer Tradition alle braven Kinder, die unartigen bekommen lediglich ein Stück Kohle. Am Vortag des 6. Januar findet in vielen Städten ein Festumzug statt, bei dem die Heiligen Drei Könige auf Kamelen reiten. Die Kinder müssen ihnen Wasser und Brot vor die Türen stellen, was sie am nächsten Tag mit Geschenken gedankt bekommen.

Italien

Die Italiener feiern Weihnachten gleich viermal: Am 6. Dezember ist Nikolaustag, am 13. Dezember wird der Tag der Heiligen Lucia gefeiert, an dem die Armen beschenkt werden. An Heilig Abend wird mit der Familie gemeinsam gegessen und die Messe besucht, viele Italiener sind streng gläubig.

Erst am Morgen des 25. Dezember findet die Bescherung statt, denn das ist der eigentliche Weihnachtstag in Italien. Am 6. Januar kommt Befana, eine Hexe auf ihrem Besen, die auf der Suche nach dem Jesuskind von Haus zu Haus fliegt und Geschenke bringt oder straft. Der Sage nach soll die Hexe von den Hirten die Frohe Botschaft gehört haben. Der Stern von Bethlehem sollte sie zur Krippe führen. Da sie jedoch zu spät aufbrach, verpasste sie den Stern. Heutzutage überwiegen die positiven Aspekte der Befana.

Schweden

Das schwedische Weihnachtsfest nennt sich „Julfest“ und wird im Gegensatz zu unserem Fest sehr lange gefeiert. Es beginnt bereits am 1. Advent und endet am 13. Januar. Mitten in dieser Zeit, am 13. Dezember, feiern die Schweden den Tag der Heiligen Lucia. Diese wird in einem weißen Kleid mit einem Kranz und brennenden auf dem Kopf dargestellt. Genau so darf sich an diesem Tag auch die älteste Tochter einer jeden Familie verkleiden und die morgens die anderen Familienmitglieder wecken. Die Eltern bekommen an diesem Tag Gebäck und andere Leckereien ans Bett gebracht.

Wie bei uns in Deutschland auch, wird der Heilige Abend am 24.12. begangen. In fast jeder Familie gibt es ein weihnachtliches „Smörgåsbord“, ein Buffet bestehend aus kalten und warmen Speisen wie verschiedenen Fischspeisen, Fleischbällchen, Rippchen, Bratkartoffeln mit Soße, aber auch kaltem Aufschnitt mit Knäckebrot und anderen Brotsorten. Oft gibt es auch den „Julbord“, einen besonderen Weihnachtsschinken (julskinka). Das Ende des Julfestes am 13. Januar wird von den Erwachsenen mit reichlich Julbier begossen.

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