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Diagnose Demenz - und dann?

Steht die Diagnose Demenz, bedeutet dies nach einer langen Zeit der Unsicherheit oft erst einmal Gewissheit. Das kann erleichternd sein. Gleichzeitig aber treten viele Fragen und Ängste auf. Zunächst einmal ist es so, dass an Demenz erkrankte Patienten Vieles noch selbständig erledigen können. Einer frühzeitigen Diagnose kommt daher eine wichtige Bedeutung zu, denn es gilt, bestimmte Entscheidungen zu treffen und sich rechtzeitig um die individuelle Vorsorge zu kümmern. Um von der Diagnose Demenz nicht vollkommen überwältigt zu werden, kann es sinnvoll sein, sich möglichst sachlich mit wichtigen Vorkehrungen auseinander zu setzen. Dabei hilft unter anderem dieser Text.

Frau mit Erinnerung am Finger

Finanzielle Angelegenheiten

Mann

Stellen Sie sich die Frage, wie Sie Ihre finanziellen Angelegenheiten regeln möchten. Wer soll Ihre Geschäfte für Sie übernehmen, wenn Sie es nicht mehr können. Viele Menschen denken, dass dies doch wohl automatisch der Ehepartner oder ein Kind übernehmen wird. Dies ist aber nicht so. Wenn Sie nicht ausdrücklich eine Person bestimmt haben, so muss im schlimmsten Falle gerichtlich ein Ihnen unbekannter Sachwalter festgelegt werden, meist ein Anwalt oder Vertreter von Sachwaltervereinen. In Form einer Vorsorgevollmacht können Sie detailliert festhalten, wie und von wem Sie vertreten werden wollen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie von Notaren.

Welche Pflege?

Pflegerin bei Frau

Wenn es auch schwer fällt, sich bereits jetzt damit zu beschäftigen - später wird es nicht leichter. Versuchen Sie sich die Frage zu beantworten, wie die Pflege aussehen soll. Möchten Sie ambulant zu Hause betreut werden? Oder können Sie sich ein betreutes Wohnen vorstellen? Haben Sie sich Gedanken über ein Pflegeheim gemacht? So ist etwa eine rechtzeitige Anmeldung zu bedenken. Versuchen Sie, Ihre Angehörigen in die verschiedenen Möglichkeiten einzubeziehen. Auch sie sind betroffen. Unsere Liebsten wollen sich meist allzu gerne um uns kümmern. Die Pflege kann jedoch eine große psychische und körperliche Anstrengung darstellen. Eine unverbindliche Anmeldung für ein Pflegeheim kann eine psychische Entlastung für alle Beteiligten bedeuten.

Patientenverfügung

2 Männer am Tisch

Es macht Sinn, sich vorab damit auseinander zu setzen, welche medizinischen Behandlungen vorgenommen werden sollen oder dürfen. Wünschen Sie lebensverlängernde Maßnahmen? Welche? Soll etwa eine künstliche Ernährung mittels einer Magensonde erfolgen? Oder stellt dies für Sie eine Grenzüberschreitung dar? Diese Fragen sind nicht leicht, deren Beantwortung erst recht nicht. Sprechen Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens, für welche Eventualitäten Sie und Ihre Familie gewappnet sein sollten. Formvorschriften und Informationen zum Thema Patientenverfügungen erhalten Sie von Anwälten und Notaren.

Das Erbe

Ein Testament zählt mehr als die gesetzlich geregelte Erbfolge. Sie entscheiden, wer was erben soll. Auch für erbrechtliche Angelegenheiten sind Anwälte und Notare die richtigen Ansprechpartner.

Psychologische Betreuung

2 Hände die sich berühren

Sich mit dem eigenen Ableben zu beschäftigen ist nicht Jedermanns Sache. Viele Menschen haben Berührungsängste oder fühlen sich nicht in der Lage, diesbezüglich Fragen zu beantworten. Möglicherweise ungeklärte Angelegenheiten mit Angehörigen und Freunden oder verdrängte Konflikte aus der eigenen Biographie können zu Tage treten und eine konstruktive Vorsorge behindern. Hier kann es helfen, sich psychologisch beraten zu lassen und zu lernen, voller Stolz auf sein Leben zurück zu blicken und seinen Frieden auch mit schwierigen Erlebnissen zu machen.

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