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Du ließest mich und gingst Deinen Weg.
Ich dachte, ich würde trauern um Dich und
Dein einsames Bildnis in meinem Herzen auf-
stellen, in ein goldnes Lied gewirkt.
aber ach, mein böses Geschick! Die Zeit ist kurz.

Jugend schwindet Jahr um Jahr, die Früh-
Lingstage sind flüchtig, ein Nichts macht die
zarten Blumen sterben, und der Weise mahnt mich,
dass das Leben nur ein Tautropfen ist
auf einem Lotosblatt.
Soll ich das alles versäumen, um nach jener
Einen zu starren, die mir den Rücken gewandt
hat?
Das wäre einfältig und töricht, denn die Zeit
ist kurz.
Kommt denn, ihr meine Regennächte mit
plätschernden Füßen, lächle, mein goldener
Herbst, komm, sorgloser April, streu Deine
Küsse über Land.
Meine Lieben, Ihr wisst, wir sind Sterbliche.
Ist es weise, sich das Herz zu brechen um die Eine,
die ihr Herz fortnimmt?
Denn die Zeit ist kurz.

Es ist süß, in einer Ecke zu sitzen,
um zu sinnen und in Reimen zu verkünden,
dass Du meine ganze Welt bist.
Es ist heldenhaft, sein Leid zu hegen und zu
hätscheln und entschlossen zu sein,
sich nicht trösten zu lassen.
Aber ein frisches junges Gesicht schaut zu
meiner Tür herein und hebt seine Augen zu
Meinen Augen.
Da kann ich nicht anders, als meine Tränen
wegwischen und die Weise meines Lieds ändern.
Denn die Zeit ist kurz.

<
Ich Denke Zurück
an einen Tag aus meiner Kindheit,
da ließ ich ein Papierschiffchen
schwimmen im Graben.
ES war ein feuchter Julitag,
ich war allein und glücklich bei meinem Spiel.
Ich ließ mein Papierschiffchen schwimmen im Graben.

Plötzlich ballten sich die Sturmwolken, Winde
kamen in Stößen, und der Regen goß in
Strömen herab.
Bächlein von schmutzigem Wasser stürzten
und schwellten den Fluß und ließen mein
Schifflein sinken.
Bitter dachte ich in meinem Sinn,
dass der Sturm nur darum gekommen sei, mein Glück
zu zerstören, all Bosheit gälte mir.

Der wolkige Julitag währt lange heut,
und ich habe nachgesonnen all den Spielen des
Lebens, in denen ich Verlierer war.
Ich schalt mein Schicksal für die vielen
Streiche, die es mir spielte, als ich plötzlich
an das Papierschifflein denken musste, das
im Graben sank.

Im tiefen Schatten

des regdichten Juli
wanderst du leisen Tritts,
schweigend der Nacht
gleich und täuschest die Wächter.

Heut hat der morgen Augen geschlossen,
achtlos des drängenden Rufes des lauten Ostwinds;
ein dichter Schleier ist über den immer
wachen, blauen Himmel gezogen.

Die Wälder lassen die Lieder verstummen
und an jedem Haus sind die Türen geschlossen.
Du bist der einsame Waller in den verlassenen
Gassen.
O mein einziger Freund, Geliebtester,
die Tore sind offen in meinem Hause - geh
nicht vorüber wie ein Traum.






mein Gott, laß ich meine Sinne
entfalten und rühren die Welt zu deinen Füßen.
Wie die Regenwolke im Juli tief hängt, mit der Last
der unausgegossenen Schauer, laß
meinen Geist zu deiner Schwelle sich neigen-
in einen Gruß an dich.
Laß all meine Lieder die vielen –Weisen versammeln,
in einen Strom, der zum Meere des Schweigens
führt – in einen Gruß an dich.

Wie ein Heer heimkehrender Kraniche Tag
und Nacht zu den Bergnestern fliegt, laß mein
ganzes Leben des Weges ziehn in sein ewiges
Heim- in einen Gruß an dich.

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