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Tiere in Griechenland und auf Rhodos

Die griechische Mentalität und die Rechte der Tiere –
ein Widerspruch

Griechische Hunde (und natürlich auch Katzen) haben den gleichen Stellenwert den wir in Deutschland vielleicht gerade mal einer Ratte zugestehen würden. Sie fristen ein Dasein ohne Würde oder gar Liebe, werden oft nicht einmal angefasst, geschweige denn gestreichelt aus Angst und Unwissenheit. Kurz gesagt: Sie werden geduldet solange sie zu irgend etwas zu gebrauchen sind! Als Arbeitsgerät oder Alarmanlage zum Beispiel. Werden die armen Tiere krank oder ist man ihnen einfach nur überdrüssig werden sie "entsorgt". Das heißt vergiftet, erschlagen, aufgehängt , bei lebendigem Leib vergraben, erschossen, ausgesetzt und/oder gequält.

Kosta (25) erzählt:

„Im offenen Kamin meiner Oma hatte sich über Nacht eine Katze eingenistet, um dort ihre Jungen auf die Welt zu bringen. Als ich sie am Morgen entdeckte, fand ich die kleinen Kätzchen natürlich sehr niedlich. Ich war gerade mal fünf Jahre alt. Umso mehr verwunderte mich die Reaktion meiner Oma, als ich ihr die glückliche Mama mit ihren Kleinen zeigte. Sie war alles andere als begeistert und suchte nach einer Plastiktüte. Danach scheuchte sie die Katzenmutter aus dem Haus. Die Jungen, die im Kamin zurück geblieben waren, packte sie in die Plastiktüte und band diese oben zu. Dann drückte sie mir die Tüte in die Hand. Ich schaute sie an und wusste nicht was sie nun von mir wollte. „Wirf die Tüte in den Müll.“, sagte meine Oma. Bis heute verfolgt mich dieses Erlebnis. Ich schäme mich fürchterlich dafür, dass ich ihr damals Folge geleistet habe.“

Anna (29) erzählt:

„Seit kurzem hatte ich einem Hund auf Rhodos ein neues zu Hause gegeben. Als meine Nachbarin ihn sah, brachte sie mir eine Kette. „Sie müssen den Hund anketten.“, sagte sie zu mir. „Warum?“, fragte ich. „Na dass er niemanden beißt und so.“ „Ich werde den Hund erziehen, statt ihn an die Kette zu legen. Auch dann wird er niemanden beißen.“, entgegnete ich und schaute dabei in ein verständnisloses Gesicht.“

Wie in Griechenland üblich, so ist es leider auch auf der Insel Rhodos trauriger Alltag, dass ein Lebewesen welches seinen Dienst erfüllt hat - vielleicht als lustige Kinderunterhaltung während der Sommermonate, der schulfreien Zeit - einfach so weggeworfen wird. Auch machen sich die Menschen dort oft einen Spaß daraus, bereits freilebende Tiere zu misshandeln. Meistens ist die Entschuldigung dafür, dass man die Masse der Tiere nicht in den Griff bekommt. Besonders schlimm ist die Situation der Tiere, wenn die Touristen am Ende der Saison abgereist sind und sich niemand mehr Grausamkeiten an Tieren aufregt. Genauso schlimm ist die Situation aber auch vor jeder Saison, denn dann wird die Insel erst einmal von den umher streunenden Bastarden "gesäubert", um das idyllische Urlaubsbild nicht zu trüben. Während des Sommers werden unzählige Tiere von beherzten Touristen gefüttert, sehr oft auch für die Zeit des Aufenthaltes gepflegt und dann am Ende des Urlaubs - in vielen Fällen aus Unwissenheit über die Einreisebedingungen nach Deutschland, zurück und wieder sich selbst überlassen.
Aber was passiert nun mit den Tieren, da die Urlauber die Insel wieder verlassen haben und niemand mehr da ist? Hier setzen wir von der Pfötchenhilfe Rhodos mit unserer Hilfe an. Und wir benötigen Unterstützung dafür.

Tierschutz auf Rhodos: www.pfoetchenhilfe-rhodos.de

Gute Zeiten –
das Tierheim auf Rhodos von 1998 bis 2008

Von 1998 bis 2008 wurde das Tierheim Rhodos von dem griechischen Tierschutzverein Rhodes Animal Welfare geleitet. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln kümmerte sich der Verein liebevoll um die Tierheim-Tiere.

Trotz der vielen Arbeit, der fehlenden Zeit und der teilweise bis zu 250 Tieren, waren die Helfer stets darauf bedacht sich jedem einzelnen Tier anzunehmen, ihm Zeit & auch Trost zu spenden. Es wurden Kastrationsaktionen vorgenommen und Aufklärungsarbeit bei der griechischen Bevölkerung, sowie bei interessierten Touristen geleistet. Obendrein bemühte sich der Verein darum, Adoptionsprogramme mit dem Ausland aufzubauen.

In dieser Zeit lernten auch wir von der PfötchenHilfe die Rhodes Animal Welfare Society kennen, bewunderten die Arbeit und das Engagement der unermüdlichen Helfer und erarbeiteten uns eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Schlechte Zeiten –
die Übernahme des Tierheims durch den Staat 2008

Als die Rhodes Animal Welfare Society das Tierheim übernahm, wurde mit dem griechischen Staat ein 10-Jahres-Vertrag geschlossen, in welchem sich der Staat u. a. verpflichtete für die Futterkosten der Tiere aufzukommen.

Nachdem der Staat seiner Verpflichtung nicht nachkam, sich die unbezahlten Rechnungen für Futtermittel weit in den 4-stelligen Bereich bewegten, gingen die Vertreter der Rhodes Animal Welfare Society gegen den griechischen Staat vor um einzuklagen, was ihnen und den Tieren vertraglich zugesichert wurde. Als Resonanz darauf wurde der 10 Jahres Vertrag, welcher 2008 auslief, nicht verlängert und die Rhodes Animal Welfare Society, samt ihrer engagierten Helfer, musste das Feld räumen . Das Tierheim wurde nach 10 Jahren wieder zu den "Municipal Kennels" und vom griechischen Staat übernommen.

Situation der Tierheim-Hunde heute

Seit der staatlichen Übernahme 2008 wird nun jede Zusammenarbeit mit dem Tierschutz abgelehnt und Adoptionen ins Ausland nicht mehr vorgenommen. Als wir im Oktober 2008, zwei in Deutschland bereits vermittelte Hunde aus dem Tierheim holen wollten, wurden uns diese nicht mehr herausgegeben. Auch erhielten wir viele Zuschriften und Anrufe von Touristen, welche uns erbost berichteten, wie sie bei ihrem Besuch abgewiesen wurden. Uns wurde berichtet, dass die Freigehege aufgelöst und die Tiere wieder in kleine Einzelzellen gesperrt wurden. Demnach kommen die Hunde nun nur noch für max. 2 min., während der Säuberung aus ihren engen Gefängnissen und haben nun teilweise gar keinen Kontakt mehr zu Artgenossen.

Die Versorgung der Tiere wurde uns kürzlich von einem auf Rhodos lebenden Pärchen wie folgt beschrieben:

„Ich war gestern im Tierheim und wie so oft war dort niemand anzutreffen, auch alle Hunde dort sind ziemlich dünn geworden in letzter Zeit und das Wasser ist mit Sicherheit auch länger schon nicht mehr gewechselt worden. Man könnte vermuten, dass nicht jeden Tag wer dort ist um zu füttern und die Tiere zu pflegen, so eine Frechheit."

"Ich glaube, dass die Hunde im Tierheim sehr leiden, ich war nun schon öfter dort und was ich da sehen musste, ist keine artgerechte Tierhaltung."

Tierschutz auf Rhodos: www.pfoetchenhilfe-rhodos.de

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