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Sonnencreme - auf was muss ich achten?

Ein laues Lüftchen in Kombination mit wärmendem Sonnenschein verführt viele Menschen zu ausgiebigem Sonnenbaden in der Sommerzeit. Doch eine unsichtbare Gefahr, der Sonnenbrand, ist dabei der stetige Begleiter. Wer seiner Haut zu viel zumutet, erhöht langfristig das persönliche Risiko auf eine Hautkrebserkrankung. Abhilfe verschafft ein kleiner Blick auf handelsübliche Produkte und deren korrekte Anwendung – denn nicht jeder Mensch ist gleichermaßen anfällig.

Frau schmiert sich Creme auf den Arm

Cremes, Sprays, Gels und Milch – doch zu welchem Anlass?

Generell gilt: Je dickflüssiger das Produkt, desto wirksamer ist in aller Regel der Sonnenschutz. Aus ästhetischen Gründen existieren transparente Sprays auf dem Markt, die keinerlei sichtbaren Film auf der Haut hinterlassen. Vor allem auf Terrassen und Liegestühlen können dauerhaft klebrige Rückstände stören.

Problematisch ist hier allerdings die genaue Dosierung. Ein Anteil der Lotion kommt durch das Sprühen nicht auf der Haut an, was den Verbrauch erhöht und die Zuverlässigkeit etwas herabsenkt. Wasserfeste Produkte haften allgemein besser, verlieren aber bei längeren Ausflügen ins kühle Nass dennoch an Wirkung. Bis zu 50 % fällt der Sonnenschutz bei intensivem Kontakt ab. Daher sind diese Varianten zwar eine Hilfe für Freibadbesucher, dürfen aber nicht in ihrer Effektivität überschätzt werden. Erneutes Eincremen verlängert den Schutz nicht zwangsläufig, sondern verhindert nur ein vorzeitigen Ausfall der UV-Blockade durch übermäßigen Abrieb. Besonders exponierte Stellen wie Gesicht, Nacken und Schultern sollten beim Auftragen Berücksichtigung finden. Von einer zu sparsamen Anwendung ist klar abzuraten. Im Zweifelsfall sollten die Schutzmittel lieber etwas zu dick aufgetragen werden.

Zähe Cremes setzen häufig auf eine Mischung von Mineralien und chemischen Stoffen. Dank der dickflüssigen Konsistenz liegt der aufgetragene Film besonders lange an und bindet die wirksamen Substanzen zuverlässig. Ähnlich gute Ergebnisse erzielt auch die Sonnenmilch. Diese lässt sich dafür etwas leichter abwaschen und erfordert im Gegenzug häufigeres Nachcremen. Hydrogene Gels versprechen optimalen Halt auch bei fettiger Haut. Wassersportler finden bei den wasserabweisenden Lipogelen eine passende Alternative. Ölige Substanzen versiegeln regelrecht die Hautoberfläche und provozieren zusätzliche Schweißbildung. Zudem bieten sie meist einen nur sehr kurzfristigen Schutz und sind für längere Sonnenbäder am Strand nicht empfehlenswert.

Augen auf beim Lichtschutzfaktor

Der Lichtschutzfaktor (LFS) gibt an, wie lange ein Mensch gemessen an seiner Empfindlichkeit an der Sonne verweilen darf. Anfällige Menschen können mit LFS Faktor 20 bis zum Auftreten erster Rötungen das Sonnenbad von 10 auf etwa 200 Minuten aufschieben. Diese Grenze sollte allerdings niemals ausgereizt werden. Als deutlich gesünder gilt es, ungefähr zwei Drittel dieses Wertes zu nehmen. Vorsicht: Auch ein Übermaß an Sonnenschutz kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Ist die Schutzschicht nahezu undurchdringlich, kann vom Körper kein natürlicher Teint als UV-Schutz aufgebaut werden. Die Vitamin-D-Bildung wird im Extremfall beeinträchtigt, was den Aufenthalt an der Sonne teilweise ad absurdum führt. Gesünder sind zeitlich begrenzte Expositionen – abhängig vom Individuum – zwischen zwei bis maximal drei Stunden. Zu kräftiges Einmassieren sollte übrigens vermieden werden. Der beste Effekt wird bei gleichmäßigem Auftragen auf der Hautoberfläche erzielt.

Es existiert kein ultimativer Schutz

Unabhängig von Art und Lichtschutzfaktor gilt: Wer übermäßig seine Haut der Sonne aussetzt, riskiert automatisch die Entstehung von Hautkrebs. Lichtschutzfaktoren reduzieren die Auswirkung der gefährlichen UV-Strahlen und erlauben so einen längeren Aufenthalt unter freiem Himmel. Allerdings gibt es auch hier bestimmte Grenzen einzuhalten.

Ununterbrochene UV-Bestrahlung im Freibad oder auf der Veranda ist trotz Sonnencremes auf keinen Fall ratsam. Regelmäßige Pausen an Rückzugsorten wie schattigen Plätzen ermöglichen eine bessere Anpassung der Haut an die ungewohnte Belastung. Die persönliche Grenze der Belastbarkeit schwankt abhängig von dem Hauttyp und der vorhandenen Bräune. Rothaarige stehen an der Spitze der gefährdeten Hautarten und bekommen bereits nach 10 Minuten die ersten Hautrötungen bei praller Sommersonne. Helle Augen und Haut mit zahlreichen Sommersprossen sind immer ein Anzeichen für eine hohe Anfälligkeit gegenüber dem gefürchteten Sonnenbrand.

Typisch dafür ist ebenfalls eine auffällig lange Zeitspanne, bis der natürliche Bräunungsprozess der Haut beginnt. Je dunkler der natürliche Teint, Haar- und Augenfarbe sind, desto höher fällt die Widerstandskraft gegen Verbrennungen aus. Eine exakte Bestimmung des individuellen Typs kann ein Dermatologe durchführen. Häufig genügt aber die Beobachtung der eigenen Hautreaktion und eine grobe Einordnung anhand verschiedener Kriterien.

Typ 1: rotes Haar, Sommersprossen, sehr helle Haut, 10 Minuten bis zur ersten Rötung

Typ 2: helles Haar, einzelne Sommersprossen, helle Haut, 20 Minuten bis zu ersten Rötung

Typ 3: braunes Haar, normaler Teint, dunkle oder helle Augen, 30 Minuten bis zur ersten Rötung

Typ 4: braunes oder schwarzes Haar, südländischer Hauttyp, wenig empfindlich, dunkle Augen, 40 Minuten bis zur ersten Rötung

Typ 5: schwarzes Haar, dunkelbraune Haut, dunkle Augen, 60 Minuten bis zur ersten Rötung

Typ 6: afrikanischer Typ, schwarze Haut, dunkle Augen, sehr unempfindlich, ca. 90 Minuten bis zum ersten Sonnenbrand

Günstige Produkte schlagen Luxusartikel

Sonnenspray

Zwar macht häufig der Preis bei der Güte von Waren einen Unterschied, beim Sonnenschutz ist dies aber nicht zwangsläufig richtig. Bekannte und damit recht kostspielige Marken schnitten in der Vergangenheit bei Stiftung Warentest verhältnismäßig schlecht ab.

Besonders der angegebene Lichtschutzfaktor wurde teils deutlich unterboten, oder es bestand kein erhöhter Nutzen gegenüber Billigangeboten aus dem Discounter. Zwar bleibt der Verbraucher in der Gegenwart stets auf aktuelle Proben seriöser Institute angewiesen, aber dennoch ist eine klare Tendenz auszumachen. Teure Ableger des Sonnenschutzes gelten keineswegs als überlegen und verursachen meist nur zusätzliche Kosten. Allgemein sollten die angegebenen Schutzstärken niemals bis zur absoluten Grenze ausgereizt werden.

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