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Kloster Lehnin und Neue Mühle

Ein Bericht von Gudrun (gundimint)

Es nieselt fein, anscheinend ist der Himmel traurig über die Feierabendler, die nicht mitkommen können. Dafür startet der Bus am 10.03.2018 überpünktlich und wir können uns wieder einmal wissbegierig auf Ausflugstour begeben.

Es geht mit dem Bus zum Zisterzienser Kloster Lehnin im Havelland (dicht bei Brandenburg - also nicht sehr weit). Wir kommen pünktlich an und werden von einer netten Führerin erwartet, die uns in die Geschichte des Klosters einweiht und auch einige Anekdoten zu erzählen hat, was uns die Kälte im Kloster ein wenig vergessen lässt.

Es wurde 1180 gegründet. Die evangelische St. Marienkirche ist der bedeutendste Zisterzienser Bau am Übergang von der Romantik zur Gotik. Es ist einer der ältesten Backsteinbauten Norddeutschlands. Vom Kloster sind noch das Tor-, Korn- und Abtshaus sowie die Klausur zu sehen. Teile werden heute als Krankenhaus genutzt. Im Sommer werden viele Konzerte veranstaltet.

Markgraf Otto I von Brandenburg begann mit dem Bau. Es wird das Hauskloster und Grablege der askanischen Markgrafen. Um 1260 ist der Klosterbau weitestgehend beendet. Eine Mauer begrenzt das Areal. Mit dem Tode Waldemars 1319 wird diese Zeit beendet. Damit verliert das Kloster die wichtigste Quelle des Gütererwerbs. Die Quitzow und die Rochows plündern oft das Kloster und die Dörfer der Umgegend. Unter Abt Valentin erblüht Anfang des 15. Jahrhunderts neu, doch mit dem Tode Kurfürst Joachim I endet dieser Aufschwung. Kurfürst Joachim II überführt 3 Hohenzollernfürsten in den Berliner Dom. Damit beginnt der Untergang des Klosters und es wird 1543 aufgelöst.

Der große Kurfürst lässt Teile der Klausur zum Jagdschloss umbauen. Davon sind nur noch Reste zu sehen. König Friedrich Wilhelm der I lässt es verfallen.

Fontane besucht 1863 die Stätte und erwähnt es auf einigen Seiten seiner Wanderungen durch die Mark Brandenburg. So aufmerksam geworden, wird es ab 1871 wieder rekonstruiert. 1911 erwirbt die Märkische Provinzkirche das Gut vom letzten Besitzer, Kommerzienrat Abel und errichtet ein Diakonissenmutterhaus, das Louise Henriette Stift.

Inzwischen reißt der Himmel auf, die Sonne grüßt und Frühlingsluft erwärmt unsere durchgefrorenen Knochen.

Nun geht es wissensgesättigt, aber bauchhungrig in die neue Mühle bei Brandenburg. Durch Alleen werden wir durch den Fläming geschaukelt. Idyllisch gelegen an der eigens für die Mühle angelegten Staustufe der Buckau mit über 100 jähriger Tradition. Wir mästen uns mit einem Schlachteplatten-Buffet, stillen unseren Durst, machen noch einen kleinen Verdauungs Spaziergang, ehe wir uns müde und satt wieder heimatlichen Gefilden entgegen fahren lassen.

Ein schöner Tag geht zu Ende. Ich hoffe, alle sind wieder wohlbehalten und zufrieden gestellt zu Hause angekommen. Ich danke unseren umtriebigen Mäusen wieder einmal von Herzen für diese tolle Idee.

Autor: gundimint

10.03.2018

Zum Video von Karl-Heinz (streamer) geht es hier

Hier geht es zu den Fotos von:
Gundimint/Gudrun
karegu/Gudrun
Nickilein/Ellen
mausepauline/Karin

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