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Rassismus oder Abzocke

Von Feierabend-Mitglied Mittwoch 15.07.2020, 13:33

bei den Hamburger Grünen.

Die Kurzformel für diese Geschichte geht so: Frau auf Doppelposten verhindert, dass Mann auf Posten kommt.

Die Frau ist die Grüne Lena Zagst (29). Sie sitzt in der Hamburger Bürgerschaft und als einzige Lokalpolitikerin gleichzeitig in der Bezirksversammlung (Mitte).

Der Mann ist der Grüne Larry Wendt (30). Er würde ins Bezirksparlament nachrücken – wenn Zagst auf ihr Bezirksmandat verzichtet.

Macht sie aber nicht. Formal in Ordnung, Doppelmandate sind verfassungskonform. Allerdings gelten sie als demokratiefeindliches No-Go, weil auch Abgeordnete nicht auf zwei Hochzeiten tanzen können.

Zagst hält das für unproblematisch. Sie sieht „Synergieeffekte“ – auch wenn sie in keinem einzigen Bezirksausschuss sitzt, also genau dort nicht präsent ist, wo die Arbeit geleistet wird.

Schlüsseln wir mal den Synergieeffekt auf. Das geht sogar in Euro, denn …
Zusätzlich zu den 3357 Euro von der Bürgerschaft erhält sie 569 Euro vom Bezirk. Die wegfallen würden, gäbe sie ihr Bezirksmandat auf.

Sie studiert Jura, er Ökonomie.
Aber die eigenen ökonomischen Interessen vertritt SIE auch ganz gut.

Pikant daran ist außerdem, dass der Nachrückkandidat aus Ghana stammt und der erste Abgeordnete in Mitte dunkler Hautfarbe wäre.

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