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Schatzinsel Kühkopf.

Nachdem die geplante Veranstaltung vom 02.04.2020 wegen "Corona" abgesagt werden musste, hatte ich mich für den 27.05. und den 29.05.2020 für eine Tour bis 10 Personen zum "Kühkopf-Stockstadt" entschieden.
Unsere letzte Veranstaltung war am 05.03.2020 bei der Firma Possmann, so war die Freude groß, dass wir endlich in kleinem Rahmen wieder etwas unternehmen dürfen.

Wir fuhren mit dem Senioren-Hessenticket oder mit dem Auto zum Naturschutzgebiet Kühkopf Knoblochsaue bei Stockstadt am Rhein.
Es ist ein echtes Juwel am nördlichen Oberrhein.
Im Herzen des Gebietes liegt das Hofgut Guntershausen. Es bildet den Einstieg in das Naturschutzgebiet und Europareservat und ist zugleich das westliche Eingangstor des Unesco-Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald. Von hier starten Exkursionen und geführte Wanderungen.
Der Nordflügel des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes beherbergt das Umweltbildungszentrum "Schatzinsel Kühkopf" mit den Dauerausstellungen "Mitten im Fluss", "Geschichte im Fluss" und ""Welt im Fluss" - ein beispielgebendes Projekt im Sinne "Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Das Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue.

Der Flussabschnitt zwischen dem badischen Rastatt und der Mainmündung zeichnet sich durch ein sehr geringes Gefälle aus. In solchen Situationen bilden Flüsse weit ausladende Mäanderbögen mit Seitenarmen und Inseln. Diese ehemalige Mäanderlandschaft des Rheinstromes findet mit der alten Rheinschlinge, dem Stockstadt – Erfelder Altrhein, ihr natürliches Ende.
Bereits 1952 wurde die Rheininsel Kühkopf als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im Zuge weiterer Verordnungen konnte schließlich ein fast 24 Quadratkilometer großes Auenschutzgebiet mit der Rheininsel Kühkopf und dem nördlich sich anschließenden Auenkomplex der Knoblochsaue unter Schutz gestellt werden.

Mehr Info hier

Apfel-Lehrpfad.

Auf dem hier beginnenden 1,5 km langen Apfel-Lehrpfad konnten wir an 30 Stationen die Apfelsorten des Naturschutzgebietes kennenlernen.

Der Obstanbau auf dem Kühkopf lässt sich bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen, reicht aber wahrscheinlich schon länger zurück. In einer Zählerliste aus dem Jahre 1960 sind 3531 Apfel-, 61 Birnen-, 130 Zwetschgen-, 36 Nuss- und 5 Mirabellenbäume verzeichnet. Der Charakter einer Streuobstlandschaft hat sich bis heute erhalten. Im gesamten Naturschutzgebiet gibt es noch mehr als 2000 Obstbäume und mehr als 30 Apfelsorten.
Die Streuobstbestände werden per Erhaltungsschnitt gepflegt, abgestorbene Bäume werden durch Nachkommen der "Kühkopf-Bäume" ersetzt.
Streuobstbestände sind hohe Obstbäume, die "gestreut" in einer Wiese stehen (Gegensatz: Obstplantage). Die Bedeutung von Streuobstwiesen für den Naturschutz ergibt sich aus der Gemengelage von Bäumen und Grünland. Vor allem zahlreiche Insekten (Blütenreichtum!) und höhlenbewohnende Tierarten (Spechte, Meisen, Gartenrotschwanz, Hornissen, Fledermäuse usw.) profitieren vom Streuobst.

Mehr über die Apfelsorten hier

Nach unserem kurzen Rundgang bei herrlichem Wetter war Frühstück aus dem Rucksack angesagt. Herrlich diese Natur, beim Frühstücken dem Storchenpaar zuzuschauen bei der Fütterung ihrer beiden Jungen.
Der Mindestabstand von uns wurde nicht immer eingehalten, ist aber auch "wirklich" schwer.

Mitten im Fluss.

Die Ausstellung "Mitten im Fluss" soll den Besuchern die zahlreichen erstaunlichen Naturschätze auf dem Kühkopf aufweisen, die außergewöhnliche Artenfülle bekannt und erlebbar machen, vor allem aber die Neugier auf die Natur draußen wecken. Dazu sind unter anderem einige der Naturschätze im besonderen Ambiente des ehemaligen Kuhstalls eindrucksvoll in Szene gesetzt mit Objekten zum Anfassen, Ausprobieren, Hineinhorchen und Entdecken.
Mehr Info hier

Mehr über das Umweltlernzentrum kannst du in diesem Video erfahren. Herr Baumgärtel von Hessen Forst wird uns im nächsten Jahr durch die Ausstellung führen.
Umweltlernzentrum "Schatzinsel Kühkopf"

Die erste Tour zur "Schatzinsel Kühkopf" ließen wir mit einem Eiskaffee oder einer schönen Portion Eis ausklingen, hat lecker geschmeckt.

Bei der zweiten Tour am 29.05.2020 waren wir durch einige Absagen noch 7 Mitglieder.

Erdöl im Ried.

Die letzte Förderpumpe, die "Bohrung Stockstadt 38", steht heute noch als Industriedenkmal im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue.
In dem Gebiet zwischen Stockstadt, Gernsheim und Crumstadt wurde in den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts bei Probebohrungen Erdöl gefunden. Allerdings wurde erst ab 1952 mit der Förderung begonnen. 47 Bohrungen wurden zur Erschließung abgeteuft.
Das Öl wurde aus Tiefen von 1530 bis 1720 Metern gefördert.

Mehr Informationen dazu hier

Nach der kurzen Tour ging es zum Umweltbildugszentrum zum Frühstücken unter die Kirschbäume.

Hier kannst du dir noch zwei Videos über den Kühkopf-Knoblauchsaue anschauen.

Kühkopf-Knoblochsaue Doku Teil 1

Kühkopf-Knoblochsaue Doku Teil 2

Der zweite Tag auf der "Schatzinsel Kühkopf" geht so langsam zu Ende, noch ein Eis zum Abschluss bevor es wieder in Richtung FFM-Hbf geht.
Ich hoffe es hat euch gefallen. Bis zum nächsten Treffen in Eltville.
Hans-Rüdiger

Text, Fotos und Layout Hans-Rüdiger (lahnelster)

*** Zur Diashow vom 27.05.2020 "lahnelster" ***

*** Zur Diashow vom 29.05.2020 "lahnelster" ***

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