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Omas Brief an Enkelin Anna

Meine liebe Anna,

heute Mittag schien die Sonne bei uns so schön, dass ich kurzerhand in meinen Garten gegangen bin und mich auf meine Liege gelegt habe. Und wie ich so vor mich hin guckte, das Telefon lag in der Nähe für den Fall dass jemand von Euch anrufen würde, sehe ich wie eine kleine Biene an meinem Rosmarinstrauch herumschnüffelt. Summ... summ ging das die ganze Zeit und sie flog von Blüte zu Blüte! Es war noch eine ganz kleine Biene und ich hab mich gewundert, dass sie ganz alleine war! Vielleicht hat sie es ja auch nicht mehr in ihrem Bau ausgehalten und ist rausgeflogen! Fleißig brummte sie von Blüte zu Blüte denn die Rosmarinblüten sind relativ klein und lila aber sie duften so schön. Hast du schon mal Rosmarin-Dürfte gerochen? Rosmarin kann man auch zum Kochen nehmen, dann nimmt man aber nur die Zweige, zum Beispiel für Ofenkartoffeln. Aber ich bin mir sicher, die kleine Biene hat keine Kartoffeln gegessen...irgendwann hörte ich dann wieder ein Gebrummel an der Türe meines Gartenhäuschens. Da war sie ja wieder, die kleine Biene, oder etwa nicht? Sie versuchte die ganze Zeit zwischen zwei Brettern ihre Pollen abzulegen, aber da war kein Platz! Mein Gartenhäuschen ist ja auch kein Bienenhaus! Du meinst sicher ich hätte mich vertan und das wäre eine andere Biene, die da in mein Häuschen wollte, da magst Du schon recht haben, aber es gab weit und breit in meinem ganzen Garten keine weitere Biene mehr! Ich hab genau aufgepasst, und mein Garten ist ja wirklich nicht sehr groß, etwa so wie Euer Garten! Vielleicht etwas größer, denn ich habe den Sandkasten weggemacht, in dem Ben und Leo im letzten Sommer schon nicht mehr gespielt haben, oder jedenfalls fasst nicht mehr!
Auf jeden Fall lag da nur noch Kram drin als ich letztens den Deckel aufgemacht habe! Ein kleiner Bagger mit 2 Rädern, 3 Pfännchen von einem ausrangierten Raclettegerät, ein verrosteter Schraubenzieher, den ich überall gesucht habe, meine schöne kleine Gießkanne, die anstatt mit Wasser mit Sand gefüllt war. Dann lagen noch ein paar Plastikblumentöpfe herum und, ich dachte nicht richtig zu sehen, ein Sieb aus meiner Küche! Sicher wollten die sieben um feinen Sand zu bekommen??? Und das alles, Du hast es Dir sicher schon gedacht, war völlig verdreckt, so dass nicht einmal die Schnecken und Würmer dazwischen waren. Na ja fast keine, denn als ich ein altes Brett weggehoben hatte war da so etwas Glitschiges zwischen meinen Fingern...Na, Du kannst mich schon verstehen, dass ich den Krammüllkasten schließlich weggeräumt habe. Jetzt liegen die ganzen Bretter und die Abdeckplane hinter meinem Gartenhäuschen und warten darauf auf den Sperrmüll geworfen zu werden…
A propos Gartenhäuschen! Da war doch noch was, ach ja die Biene! Ich muss doch glatt eingeschlafen sein, denn plötzlich hatte ich ganz kalte Füße und auch sonst, war mir richtig kalt! Die Sonne war hinter einer Wolke verschwunden und ich dachte ich sehe nicht recht, da flogen kleine weiße Flöckchen über mir und auf mich herab. Jetzt denkst Du sicherlich dasselbe wie ich vermutet habe! Aber nein, es war kein Schnee! Es waren die Blüten vom Kirschbaum aus Siglindes Garten!

Schnell bin ich aufgestanden und in meine warme Wohnung gegangen, habe mir einen Kaffee gemacht und gedacht, dass ich die Geschichte unbedingt Dir erzählen muss! Und jetzt weißt Du’s: Der Frühling ist da und zwar pünktlich zu Deinem sechsten Geburtstag!

Autor: wallianna

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