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Vom Hotzenpfad zu den Drachen


„Das Glück begegnet dir auf dem Weg,
du brauchst nicht nach ihm Ausschau zu halten!“


Mein Plan: Nach der abgewanderten zweiten Hälfte des „Hotzenpfades“ wollte ich meinen Mitwanderern das Drachenfest auf dem Segelfluggelände im Hotzenwald als i -Tüpfelchen bieten. Jedoch, wie ist es dann gekommen? Das High Light war der Wanderpfad selbst und das anschließende Drachenfliegen haben wir nur so am Rande erlebt!


Gestaunt haben wir über die Block- und Felsformationen des Solfelsengebietes. Wuchtig, bis zu über 5 Meter hoch sind die Granitblöcke, die wohl über langanhaltende Verwitterungsvorgänge ihre einzigartigen rundlichen Formen erhalten haben. Immer wieder staunten wir über imposante Steinformationen, die – wie scheinbar absichtlich platziert - im Wald herumliegen.


Überhaupt ist der Wald, den wir auf sehr schmalem Pfad durchwanderten, wildromantisch, ja teilweise regelrecht verwunschen. Auch mussten wir unsere Schritte bergauf und bergab mit Bedacht setzen, um nicht über das zahlreich vorhandene Wurzelwerk zu stolpern.


Immer wieder überraschte uns eine Lichtung mit Blick ins weite Land, von der wir uns kaum lösen konnten, eine schöne Sitzgelegenheit, die wir testen mussten, oder das „Tannemännli Hotze“, das uns daran erinnerte, wo wir uns befanden, nämlich im Hotzenwald!


Auf ein Stück der im 13. Jahrhundert (andere Quellen sagen um 1550) gebauten „Wallmauer“ wurden wir aufmerksam gemacht. Sie gehörte zu der sogenannten Schwarzwaldlinie, die vom Hochrhein bis nach Heidelberg errichtet wurde, um das Habsburger Reich vor den Raubzügen der Franzosen zu schützen.


Der „Klingenfelsen“ war mir zwar ein Begriff, ohne jedoch zu wissen, wie imposant dieser malerisch am Hang, mit offenem Blick nach Wehr, steht. Er erinnert an den großen Gönner und Minnesänger Walther von Klingen (1240 – 1286), der Stifter des Klosters Klingental in Wehr war. Dies wurde allerdings ein paar Jahre später nach Basel verlegt. Walther von Klingen verkaufte den Ort Wehr an Rudolf I. von Habsburg.


Nie hätte ich selber gedacht, dass man auf diesem Pfad mit so viel Geschichte konfrontiert wird. Nicht einmal vorgewandert bin ich dieses Stück, weil ich meinte, dass mir alles bestens bekannt ist. So habe ich selbst die schönste Überraschung erleben können - was kann Besseres passieren?


Aus dem stillen, dunklen und verwunschenen Wald auf- und ausgestiegen, hätte das Kontrastprogramm nicht gravierender ausfallen können: Weite grüne Wiesen, massenhaft Menschen und der Himmel voll mit bunten, lautlos fliegenden Wesen und Gestalten!


Es war schön zu sehen, wie ein Drachen tanzend zur Musik gesteuert wurde und wie sowohl Kinder als auch Erwachsene versuchten, ihre Drachen zum Himmel aufsteigen zu lassen. Wir aber hatten großen Hunger und fanden Platz in der Segelfliegerklause. Der offizielle Teil der Drachenveranstaltung ging somit ziemlich an uns vorbei, auch weil wir zeitlich etwas spät dran waren.

Andrea und Markus opferten sich schließlich und holten auf kürzestem Weg unsere Autos, und wir hatten uns derweil auf einer „goldenen“ Bank viel zu erzählen.

Es war ein wunderschöner Sonntag, erlebnisreich bei bester Unterhaltung mit fünf stimmigen Freunden und Freundinnen!

(Ein Klick auf die Fotos, so werden sie größer!)

Autor: shanai

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