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Autor: Feierabend-Mitglied

Der Lousberg
Der Lousberg mit dem Drehturm

Der Lousberg

Im Norden der Stadt Aachen liegt der Lousberg, eine markante Erhebung, die man schon von weitem sieht. Wo her der Name Lousberg kommt ist unbekannt. Der Lousberg ist ein bewaldeter Höhenzug.
Im Jahre 1807 wurde auf Beschluss des Rates der Stadt Aachen mit der Bepflanzung des Lousberges begonnen. Da in der damaligen Zeit auch schon das Geld knapp war, wurden die Bürger zu Spenden aufgerufen was auch Erfolg hatte.
So ist in den Archiven vermerkt:
Die Anzahl und die Sorten der Pflänzlinge ist schriftlich festgehalten: 25.000 insgesamt, davon jeweils 1.000 Stück Linde, Esche, Feldahorn, Waldkirsche, Zitterpappel; jeweils 500 Stück Ulme, Stechpalme, Wacholder, Eberesche, Schneeballen, Hagedorn usf. Vom 1.-15. März 1816, so wird berichtet, waren um die hundert Arbeiter täglich auf dem Berg tätig.

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Der Obulisk

Im Jahr 1807 wurde auch der Obulisk auf der Höhe des Südostens errichtet. Er kennzeichnet den von Oberst Tranchot, einem französischen Astronom und Vermessungsingenieur, berechneten trigonometrischen Punkt für die Landvermessung.

Dort befindet sich auch eine Windrose, auf der man die Entfernungen von Städten und Orte ablesen kann. Zum Beispiel Aachen Bukarest 1658 Kilometer Luftlinie.

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Säulen auf dem Lousberg

1810 wurde das erste Belvedere Restaurant eingeweiht brannte jedoch 1836 aus. 1836 wurde das Restaurant noch größer mit Säulenreihen erneuert. Dieses fiel jedoch dem Krieg 1944 zum Opfer. Die Säulen sind eindrucksvolle Ruinen, die man heute noch sehen kann.

Bei der Anfahrt zum Drehturm kommt man an einem Pavillon vorbei der rechts auf Höhe der Säulen steht. Es ist der Kerstensche Pavillon. Dieser Pavillon wurde 1905 - 1907 dort aufgebaut. Der Kerstensche Pavillon stand vormals im Annuntiatenbach 20 als Gartenhaus einer reichen Patrizierfamilie namens Mantels und wurde von Stadtbaumeister Johann Josef Couven (1701-1763) entworfen.

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Kerstensche Pavillon

Couven hatte den vorgegebenen Höhenunterschied zwischen Hof und Garten des Grundstücks Annuntiatenbach äußerst geschickt für seine Gesamtanlage genutzt: Ein überaus kunstvolles Gitter bekrönte die Brüstungsmauer, um den tiefer gelegenen Hof zum Garten hin wirkungsvoll abzugrenzen. Davor wurde eine Treppenanlage mit einem Wandbrunnen errichtet, um die Mauerfläche zu gestalten und den Zugang zum Garten zu schaffen. Der Pavillon selbst reichte weit bis in den Hof hinein. Eine Stufenanlage, die in eine tiefe Eingangsnische zur höher gelegenen Eingangstür führte, überbrückte den Höhenunterschied. Um dies alles an anderer Stelle wieder aufzubauen, musste ein Platz mit etwa gleichem Höhenunterschied gefunden werden. Als geradezu ideal erwies sich der kleine Abhang am Belvedereplateau, wo man noch heute das Werk des großen Stadtbaumeisters bewundern kann.

Kommt man auf der Höhe des Lousberges an, fällt einem sofort der Drehturm ins Auge. Im Jahre 1956 als Wasserturm gebaut, der Teile der Stadt mit Wasser versorgte. Seit 1988 wurde der Betrieb als Wasserturm eingestellt. Der 36 Meter hohe Wasserturm, in dem sich oben ein Restaurant befindet, bietet einen herrlichen Ausblick über Aachen und ins Umland.

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Blick über Aachen

Das Restaurant was einen Durchmesser von 21 Meter hat dreht sich in 56 Minuten. Man hat also immer einen neuen Ausblick. Seit 1990 ist der Drehturm als technisches Denkmal mit typischen 50er-Jahre-Elementen in die Denkmalliste der Stadt Aachen eingetragen.

Nähert man sich dem Lousberg vom "Ehrenmal" (Marienburg) kommend über die Kupferstraße, trifft man auf die Darstellung von Teufel und Marktfrau

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Teufel und Marktfrau

Ein Besuch lohnt sich also immer.
Wer noch Lust hat, kann gerne die Lousbergsage lesen, nach der der Lousberg entstanden ist

Zur Lousbergsage





Quelle: Lousberg Gesellschaft,
Wikipedia


Fotos: _©_Gerd Hahn





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