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Autor: Feierabend-Mitglied

Denken wir da auch mal dran ?

Wie oft gehen wir durch die Stadt und sehen dort, dass uns jemand begegnet der im Rollstuhl sitzt oder sonst ernsthaft erkrankt ist, sei es geistig behindert, der in Begleitung kommt. Dann geht uns meistens der Gedanken durch den Kopf: Der oder die Arme aber auch. Sicher ist es für die Betroffenen nicht einfach und auch leicht dann im Leben. Denn gerade für diese Menschen muss in unserer Gesellschaft noch einiges gemacht werden. Ich denke zum Beispiel bei unseren Rollstuhlfahrern nur an die Hindernisse, die ihnen das Leben heute noch schwer machen. Erhöhte Bordsteine, Treppenstufen, die zwar nicht hoch sind, aber es unmöglich machen um das Ziel zu erreichen. Selbst Behörden haben solche Stolperfallen noch in unserer Stadt. Hilfe bekommen diese Menschen erfreulicherweise von Unbekannten, die gerne helfen möchten und es auch dann machen. Sehr viele helfen jedenfalls.
Haben wir uns aber auch schon einmal Gedanken gemacht wie das Umfeld, die Familie, Kinder usw, mit dieser Situation umgehen. Die meisten sagen ja, der arme im Rolli, oder der Arme weil er geistig behindert ist usw. Wer aber auch mit Sicherheit sehr stark darunter leidet ist das persönliche Umfeld. Denn auf einen Schlag ändert sich das gesamte Familienleben. Das Haus, was gebaut wurde, ist nicht Rolli gerecht, Die monatlichen Raten laufen weiter, aber das Einkommen ist wesentlich geringer. Usw. Alle müssen sich auf diese Situation einstellen das Leben umstellen und viele Familien brechen aus einander weil der Druck und die Belastung zu groß ist.
Der Partner, oder ein anderes Familienmitglied müssen dann auf Ämtern Sachen regeln, die zum täglichen Leben gehören. Finanziell geht es in den meisten Fällen bergab, weil das Einkommen nicht mehr ausreicht und man am Rande des Sozialsatzes liegt.
Bei geistiger Behinderung, die z.B. auf Grund eines Unfalles eingetreten ist, denken die wenigsten an den Partner, der nun alleine ist, da er sich nicht mehr unterhalten kann mit seinem lieben Angehörigen. Der Partner, oder die ganze Famile leiden mit Sicherheit am meisten unter dieser neuen Situation. Ein Glück, wer dann noch Kinder im Haus hat und sich mit ihnen normal unterhalten kann.
Das gleiche gilt aber auch, wenn jemand beim Arzt eine Diagnose bekommt, die einem die Beine unter dem Körper weg zieht. Man bekommt da zu hören: Sie haben Krebs, Sie haben MS usw. Das Leben ändert sich schlagartig. Nichts ist mehr, wie es einmal war. Angst bestimmt ab sofort den Lebensweg mit. Wird s schlimmer? Wird mir geholfen? Hält mein Partner zu mir ? Habe ich Schmerzen ?
Fragen über Fragen tauchen auf und in der intakten Familie ist nichts mehr, wie es einmal war.
Auch hier ist die gesamte Familie betroffen, nicht nur der Betroffene selber. Das ganze Familienleben ändert sich auf einen Schlag. Die ganze Lebensplanung stimmt nicht mehr.
Wer Glück hat, hat eine intakte Familie die einem dann Rückendeckung und auch Kraft gibt.
Hat das aber jeder ????
Wer stärkt die Familie und gibt ihnen Kraft und Halt, dieses zu überstehen ????
Was mit Sicherheit aber ist, der Freundeskreis wird merklich kleiner. Die wahren Freunde zeigen sich jetzt erst. Und das sind dann wirklich Freunde.
Wir sollten uns alle einmal Gedanken machen, wenn wir einem Menschen begegnen, der im Rolli sitzt usw. Dann nicht denken: Der/Die Arme, sondern: Die arme Familie!!!
Es kann uns alle treffen und das schneller als wir denken. Sei es als Betroffener oder als Angehöriger.

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