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Autor: Niagara

Geburtstag

Wenn ich dran denk, packt mich der Frust:
Ich hab’ Geburtstag im August
Und dabei möchte ich vermessen
Mein wahres Alter schlicht vergessen
Drum plan’ ich plötzlich vehement:
Jetzt wird mein Leben turbulent
Will mit Gefahr den Alltag würzen
Mich kühn in Abenteuer stürzen

Ich möchte in des Weltalls Fernen
Reisen zu den fremden Sternen
Im Ballon die Welt umkreisen
beim Tiefseetauchen Mut beweisen
Im Formel-Eins-Ferrari sitzen
Wie Schumi durch die Kurven flitzen
Doch leider bin ich viel zu bang
Die Angst lähmt meinen Tatendrang.

Möcht’ von Calais nach Dover schwimmen
Den höchsten Berg der Welt erklimmen
Mit viel Puste, ohne Schnaufen
Marathon-Rekordzeit laufen
Am Bungee-Seil von Brücken fallen
Da kommt das Blut so recht ins Wallen
Doch fürchte ich um meine Knochen
Denn ach, wie schnell sind sie gebrochen.

Ich möchte, ohne mich zu hemmen
Drei Stücke Käsetorte schlemmen
Und obendrauf ’nen Berg von Sahne
da stöhnen alle Bauchorgane.
Ich möchte mal als Amazone
Unten wenig, oben ohne
Leichtgeschürzt am Strand flanieren
Oh je, da würd ich mich blamieren.

Ich möchte lächeln im TV
Als Sprecherin der Tagesschau
Bei Nacht die Disko-Jugend schocken
Bis morgens früh um fünf Uhr rocken
Ich möcht’ mir einmal frech und kühn
Die Haare färben – punkergrün
Und mittendrin ’ne ganz mondäne
Himbeerrosa Lockensträhne.

Jedoch das Spieglein an der Wand
Gibt unerbittlich mir bekannt:
Schau hin: nicht nur vom Lachen, Schmunzeln
Zeigen sich die ersten Runzeln
Der Body trägt manch Pfund zuviel
Drum aus ist’s mit dem Sex-Appeal
Und so endet die Geschichte:
Ich bleib zu Haus und schreib Gedichte

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