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Ovambo
Die Ovambo, oder Ambo, wie sie im Sueden Angolas genannt werden, leben im Norden Namibias. Ihre Sprache wird als Kwanyama bezeichnet und gehoert zur Gruppe der Bantu Sprachen.
Die Ovambo waren Farmer und zur gleichen Zeit hatten sie grosse Viehherden. Fischerei, Jagd und das Sammeln von wilden Fruechten wurde als Ergaenzung fuer die Ernaehrung betrieben. Als wichtigste Getreide werden Hirse und Sorgum angebaut. Die Rinder-, Schaf- und Ziegenherden gehoeren als gemeinsammer Besitz dem Stamm. Rinder spielen eine besondere Rolle, weil sie als Geschenke an die Eltern der Braut bei Hochzeiten uebergeben werden.
Die Ovambo praktizieren Polygamie, wobei die erste Frau die fuehrende Stellung im Haushalt inne hat. Jede Frau besitzt ihre eigene Huette. Die Familien umfassen nur die Eltern und Kinder. Sie leben gemeinsam und ihre Huetten sind um einen zentralen Versammlungsplatz angeordnet. Auf diesem Versammlungsplatz befindet sich die Huette des Haeuptlings oder ein Gemeinschaftshaus. Hier wird das heilige Feuer durch die Frauen und Toechter des Haeuptlings beaufsichtigt. Es darf nicht zum Kochen oder zum waermen verwendet werden. Eine Ausnahme ist das Kochen der Mahlzeit, bevor die Krieger zum Kampf ausziehen. Das Feuer ist ein Zeichen der Gemeinschaft und falls es verloeschen sollte wird dieses als ein sehr schlechtes Ohmen gesehen. Unterhaeuptlinge bekommen das heilige Feuer von dem Oberhaeuptling, dem sie untertan sind.

