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Neues aus Zambia – 6-11-2008
Die Wahlen in der vergangenen Woche haben Rupiah Banda (71), den bisherigen Vizepraesidenten und Fuehrer des MDD (Bewegung fuer eine Mehrparteiendemokratie) als Sieger gesehen. Er hat sich mit 40% der Stimmen gegenueber dem Fuehrer der groessten Oppositionspartei Michael Sata (71), dem Fuehrer der PF (Patriotischen Front) durchgesetzt. Sata erhielt 38% der 1.79 Millionen abgegebenen Stimmen.Sata will das Ergebnis gerichtlich anfechten. Er hat nun zum dritten Mal in Folge die Praesidentschaftswahlen verloren. Seine Anhaenger haben nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses in einem der Armenviertel der Hauptstadt gewaltsam ihrem Unmut Ausdruck verliehen.
Der Sieg Bandas wurde im suedlichen Afrika und auch international sehr begruesst, da er als Garant fuer die Stabilitaet des Landes angesehen wird.
Zambia’s Wirtschaft ist seit 2002 im Durchschnitt um 5% pro Jahr gewachsen. Der Grund fuer dieses Wachstum liegt in den reichen Mineralvorkommen des Landes; die Minengesellschaften sind die groessten Devisenbringer des Landes. Der kraeftige Rueckgang fuer die Preise fuer Rohstoffe in den letzten Monaten hat Zambia schwer getroffen. Die ruecklaeufigen Einnahmen werden die Durchfuehrung der geplanten sozialen Foerdermassnahmen, aber auch die geplanten Infrastrukturprojekten und den Wohnungsbau fuer die armen Teile der Bevoelkerung hart treffen. Die unabhaengigen internationalen Beobachter und auch die Vertreter der Staatengemeinschaft des suedlichen Afrika haben die Wahlen als frei und fair anerkannt. Dies wird eine Anfechtung durch Sata sehr schwer machen.
Es bleibt zu hoffen, dass die erneute Niederlage von Sata nicht als Anlass fuer gewalttaetige Unruhen genommen wird oder gar zu einem Buergerkrieg fuehrt. Im Moment ist dies nicht sehr wahrscheinlich, aber erst die Zukunft wird zeigen, wohin die Entwicklung das Land fuehren wird.
Ich werde euch auch weiterhin ueber die Entwicklung auf dem Laufenden halten.
November 2008 - Denis - zur Zeit auf Reisen
