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Illegale aus Zimbabwe sollen nach Hause gehen

Südafrika wurde in den vergangenen Jahren zur neuen Heimat für rund 1.5 Millionen Menschen, die in vielen Fällen illegal über die Grenze aus dem Nachbarland Zimbabwe ins Land gekommen sind. Es gibt unter diesen Menschen sicherlich eine kleine Anzahl von solchen, die aus politischen Gründen in ihrer Heimat verfolgt werden, und die IN SA politisches Asyl suchen. Der Löwenanteil aber ist vor den katastrophalen wirtschaftlichen Bedingungen geflohen und versucht sich seitdem, mehr schlecht als recht, in SA durchzu-schlagen.

Nun hat die Regierung Südafrikas im letzten Jahr beschlossen diese illegal im Land lebenden Menschen in zwei Gruppen zu unterteilen, nämlich solche, die in Zukunft legal im Land bleiben dürfen und solche, die in ihre Heimat abgeschoben werden.

Der erste Stichtag für die Anträge auf ein Daueraufenthaltsrecht lief am 31. Dezember 2010 ab, ohne das fast 1.3 Millionen Menschen aus Zimbabwe die notwendigen Dokumente aus ihrer Heimat hatten, um die entsprechenden Anträge stellen zu können.

Nkosazana Dlamini Zuma
Nkosazana Dlamini Zuma - Innenministerin

Nun hat die Innenministerin Südafrikas Nkosazana Dlamini Zuma verkündet, dass die Frist bis zum 30. Juni verlängert wurde, um den Behörden im Nachbarland die Chance zu geben die notwendigen Pässe auszustellen.

Bleiben dürfen nach diesem Termin nur solche Menschen, die entweder eine feste Arbeit oder einen Ausbildungsplatz in SA nachweisen können. Dies wird für die Mehrzahl der Menschen aus Zimbabwe nicht zutreffen, denn sie sind überwiegend als Aushilfskräfte oder moderne Tagelöhner beschäftig und qualifizieren damit nicht für einen festen Arbeitsplatz.

Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit im Land kann es sich Südafrika nicht leisten auf Dauer, mehr als eine Million Menschen zu beherbergen und zu versorgen. Vor diesem Hintergrund ist der Schritt der Regierung nachvollziehbar und er wird von breiten Teilen der Bevölkerung im Land begrüßt. Viele Menschen hier machen die Illegalen verantwortlich für die hohe Kriminalitätsrate und werfen ihnen vor, den Menschen aus Südafrika die Jobs wegzunehmen. Dies sind nur all zu bekannte Argumente und man kann sie in vielen Ländern der Welt hören.
Ab dem 1. August 2011 sollen alle Menschen aus Zimbabwe, die ohne die entsprechenden Papiere in Südafrika angetroffen werden, auf der Grundlage der entsprechenden Bestimmung in ihre Heimat abgeschoben werden.

Da die Mehrzahl der Meschen aus Zimbabwe nicht die notwendigen Bedingungen für einen Aufenthalt erfüllen können, wird befürchtet, dass dies dazu führen wird, dass sie sich in den Untergrund begeben. Damit werden sie zu leichten Zielen für kriminelle Aktivitäten, die den rechtlosen Status der Menschen ausnutzen.
Das Problem der illegalen Einwanderer aus Zimbabwe ist ein Prüfstein für die Regierung von Jacob Zuma, denn nun wollen die Menschen sehen, ob den großen Worten auch wirklich Taten folgen werden.

Autor

Denis (denis2010)

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