Ester BRACHMANN
Von ehemaliges Mitglied 06.03.2022, 09:47
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Bild: Giesel; Mariengrotte
Geboren 1881 in Paris (Frankreich).
Heilung in Lourdes am 21. August 1896 im Alter von 15 Jahren.
Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Léon Amette von Paris als Wunder anerkannt.
Esther führt nicht das Leben einer Jugendlichen. Mit 15 Jahren hat sie den Eindruck, dass dieses Krankenhaus von Villepinte ein wahres Sterbeheim ist. Dieser Eindruck wird sicher von dem Dutzend ihrer ebenfalls tuberkulosekranken Kameraden geteilt, die wie sie diese Wallfahrt der letzten Chance unternehmen. Es ist im August 1896. Am 21. August morgens heben die Hospitaliers von Unserer Lieben Frau vom Heil, die treuen Diener der Kranken der Nationalwallfahrt, Esther aus dem Zug und bringen sie zunächst zur Grotte und dann zu den Bädern.
Sie kommt mit der Gewissheit wieder heraus, dort geheilt worden zu sein. Die Schmerzen sind verschwunden... wie auch die Schwellung ihres Bauches. Sie kann gehen und hat Hunger. Doch eine Frage quält sie: “Warum gerade ich?” Am Nachmittag folgt sie wie ein normaler Mensch den Wallfahrtsexerzitien. Zwei Tage später wird sie zum Medizinischen Büro gebracht, wo die Ärzte nach eingehenden Untersuchungen ihre Heilung bestätigen.
Wie zu erwarten war, waren die Ärzte nach ihrer Rückkehr nach Villepinte völlig sprachlos und verblüfft. Sie behalten Esther ein Jahr lang zur Beobachtung da! Erst 1897 sind sie bereit, ihr nach der Rückkehr von einer Dankeswallfahrt eine Bescheinigung auszustellen, in der sie zugeben, dass sie “seit ihrer Rückkehr aus Lourdes 1896 geheilt” ist.
1908 wird sie erneut untersucht und ist völlig gesund. Diese Untersuchung dient der Prüfung durch den Erzbischof Leon Amette von Paris im Hinblick auf eine Anerkennung dieser Heilung sowie der von Clémentine Trouvé und von Marie Lesage und Marie Lemarchand, die die unfreiwilligen Heldinnen eines “Romans” des Schriftstellers Emile Zola geworden sind!