Der Mensch - Matthias Claudius
Von
EwigerBrunnen01
Mittwoch 06.01.2021, 11:22
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Bildquelle: welt.de
Empfangen und genähret
vom Weibe wunderbar,
kömmt er und sieht und höret
und nimmt des Trugs nicht wahr;
gelüstet und begehret
und bringt sein Tränlein dar;
verachtet und verehret;
hat Freude und Gefahr;
glaubt, zweifelt, wähnt und lehret,
hält nichts und alles wahr;
erbauet und zerstöret
und quält sich immerdar;
schläft, wachet, wächst und zehret;
trägt braun und graues Haar,
und alles dieses währet,
wenn’s hoch kommt, achtzig Jahr.
Dann legt er sich zu seinen Vätern nieder,
und er kömmt nimmer wieder.
Matthias Claudius verfaßte dieses Gedicht 1783, es beschreibt die ganze Lebensspanne des Menschseins, dass der Psalmist mit 70 J. und wenn es hoch kommt mit 80 J. festlegt.
Sobald der Mensch das Licht der Welt erblickt wird er mit seinem Umfeld und möglicherweise auch mit Glaubensvorstellungen konfrontiert, womit er sich auseinandersetzen muss. Viele suchen lebenslang nach dem Sinn, andere dagegen finden ihn in ihrem Glauben an Gott. Doch letztendlich endet das Leben für jeden Menschen mit dem Tod, mit dem Auslöschen des irdischen Körpers. Und dann fragt sich ein denkender Mensch: „War das alles, soll das ALLES gewesen sein?“
Menschen, die an die Aussagen Jesu glauben, haben bereits eine Antwort gefunden, der Tod ist nicht das Ende sondern der Anfang von etwas Neuem, und sie sind sogar erfüllt von Freude und Neugier. Durch seine Auferstehung aus dem Totenreich hat Jesus bewiesen, dass es den Tod nicht gibt und dass jeder Mensch auferstehen wird - nur stellt sich hier die Frage - steht er zum Gericht auf oder zum ewigen Leben? Die Antwort darauf gibt seine Lebensbiographie, die von Gott gerecht beurteilt wird.