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Der Islam

Von ehemaliges Mitglied Montag 16.11.2020, 12:35

Beispiel Islam :

Während der Regensburger Rede vom 12. September 2006 setzt Papst Benedikt XVI den Stifter der zweitgrößten Weltreligion, Mohammed, herab mit den überaus deutlichen Worten eines mittelalterlichen Herrschers. Er zitiert den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos (1350 bis 1425) mit den Worten : "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und du wirst nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigt, durch das Schwert zu verbreiten."

Im Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen ist festgeschrieben, dass jeder Mensch ein Recht darauf hat, dass die Religion, deren Anhänger er ist, respektiert wird. Die Herabsetzung von Religionen oder ihrer Gründer widerspricht den Menschenrechten. Das scheint jedes Schulkind zu begreifen. Doch Joseph Ratzinger wundert sich, dass nach der Verbreitung seiner Rede von Regensburg ein Aufschrei durch die muslimische Welt geht. Zwei Ordensfrauen fallen einem Anschlag muslimischer Extremisten zum Opfer, während eines Racheaktes in Somalia für die Beleidigung Mohammeds durch den Papst.

Der Vatikan hat monatelang alle Hände voll zu tun, um die Folgen der Entgleisung des Papstes in der muslimischen Welt zu reparieren.

Bereits in seiner Dominus Jesus-Schrift aus dem Jahr 2000 hatte er erklärt, dass in "verschiedenen religiösen Traditionen Elemente der Religiosität, die von Gott kommt, enthalten sein können." Wie gesagt: einige wenige Elemente. Die katholische Kirche ist der einzige vollständige Weg zum Heil.

Die Sache ist aus der Sicht Joseph Ratzinger eindeutig. Es gibt einen einzigen richtigen Weg zu Gott, und der führt allein über die katholische Kirche. Dass die katholische Kirche nur einen gleichwertigen Weg zu Gott beschreibt, wie andere christliche Kirchen, etwa die evangelische, oder gar andere Religionen gleichwertig zu Gott führen können, lehnt er schroff ab.

Damit nicht genug. Die Verehrung der übrigen Religionsstifter wie Buddha oder Mohammad könne gefährlich für die Gläubigen sein, weil sie zu heidnischen Riten und Bräuchen führen könnten.

Mit dieser arroganten Haltung gegenüber anderen Religionen macht Papst Franziskus Schluss. Vor allem seine Haltung zum Islam zeigt, dass er mit der Herabsetzung anderer Religionen nichts zu tun haben will. Er schreibt in seiner apostolischen Esortation Evangeli Gaudium am 24. November 2013 :
Abs. 252 :
" Die heiligen Schriften des Islam bewahren Teile der christlichen Lehre Jesus Christus und Maria sind Gegenstand tiefer Verehrung, und es ist bewundernswert zu sehen, wie junge und alte Menschen, Frauen und Männer des Islam fähig sind, täglich dem Gebet Zeit zu widmen und an ihren religiösen Riten treu teilzunehmen."

Auszug aus dem Buch "Der Kämpfer im Vatikan" von Andreas Englisch

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