Gedanken bei einer Sterbebegleitung
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Feierabend-Mitglied
Donnerstag 27.01.2022, 05:31
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Ein Mensch lebt fleißig viele Jahre
doch dann erkennt er auch die Bahre,
die ihn bald aus dem Leben trägt,
er klagt: "Ich habe falsch gelebt".
Voll Angst muss dieser nun erkennen,
im Außen nur, ohne Antennen,
denn für Gefühle war nie Zeit,
er fühlt sich arm und er bereut.
Sein Lebenssinn war Arbeit, Geld,
das hat ihm ganz den Blick verstellt.
Nun liegt er da, mit Geld gesegnet,
doch Frieden ist ihm nicht begegnet.
Auch Liebe hat er nicht gefunden,
ganz leer ist er seit vielen Stunden,
und bang fragt er: "Hab' ich noch Zeit,
ich spür' wie meine Seele schreit."
Er wird ganz still, vorbei das Streben,
Sein Innerstes möcht' gerne leben.
"Ach hätte ich die Wahl nochmal,
dann wär' in mir nicht diese Qual."
Er macht sich nun auf diese Reise
mit vielen Tränen und ganz leise.
Er hört die Seele leise sprechen:
"Im Leben hast du mich vergessen.
Nun endlich hast du mich erkannt
ich gebe gern dir meine Hand
Lass los die Angst und auch die Tränen,
dann wird die Liebe dich durchströmen,
Ich nehme von dir deine Last,
die du dir selbst geschaffen hast....."
Er atmet tief, und fühlt den Frieden,
entspannt ist dieser Mensch verschieden.