Ein Wohlfühltag in der Therme
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Feierabend-Mitglied
Dienstag 22.02.2022, 16:59 – geändert Dienstag 22.02.2022, 17:00
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Am Freitag, es regnete und Sturm war angesagt. Eine Freundin und ich beschlossen, uns einen Wellnesstag in der Therme in Ludwigsfelde zu gönnen. Sie liegt außerhalb von Berlin, wir packten alles, was uns den Tag verschönern konnte, ins Auto und fuhren gut gelaunt los. Auf der Fahrt dorthin haben wir laut gesungen, unser letzter Besuch war wegen der Pandemie 2 Jahre her.Diese Kristalltherme hat drei Innenbecken mit unterschiedlichen Temperaturen, ein großes Außenbecken mit Massagedüsen und einen wunderbaren Strömungskanal. Zwei Liegen innen haben wir schnell gefunden, es war sehr leer. An diesem Tag war textilfreies baden, Menschen aller Alterstufen genossen diese Freiheit. Man trug das Saunatuch und stieg 3 Stufen hinunter und 37 Grad wunderbar warmes Wasser umspülte die eingetrockneten Gelenke und Knochen, ohne jede Badebekleidung, einfach herrlich, es war Luxus pur!Mit längeren Pausen auf den Liegen entspannten wir, ohne einen nassen Badeanzug wechseln zu müssen. Über uns eine riesige Glaskuppel, durch die wir Wolkenformationen beobachten konnten, die der Sturm immer wieder veränderte. Die Phantasie ging auf Reisen. Meine Freundin war mehrmals in die verschiedenen Saunen, ich vertrage das nicht und genoss die Stille bei leiser Musik und den inneren Bildern.
Mittags aßen wir eine Kleinigkeit, tranken einen Kaffee und entspannten dann auf der Liege in einem wohligen Schlaf. Es folgten weitere Schwimmgänge, wir nahmen teil an einer halben Stunde Wassergymnastik, um später noch ein leckeres Eis auf einem Barhocker im 40 Grad warmen Wasser zu essen. Gegen 18 Uhr packten wir alles ein, gingen Duschen, setzten uns entspannt ins Auto und beschlossen, diesen herrlichen Tag mit einem guten Essen beim Chinesen ausklingen zu lassen. Zwei Gläschen Wein rundeten diesen schönen Tag ab, wir liefen schnell zum Auto, denn es goss in Strömen und der Sturm pfiff um unsere Ohren. Wir lachten bis mich meine Freundin vor meiner Haustür absetzte.
Völlig entspannt fiel ich in einen tiefen Schlaf, war dankbar, dass ich ein Dach über dem Kopf hatte, ein warmes Bett und eine Heizung., was ja nicht für alle Menschen selbstverständlich ist. Erst am nächsten Morgen spürte ich Gelenke und Muskeln, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie habe. Das Lächeln hielt noch lange an und ich verbrachte einen weiteren Verwöhntag zu Hause mit frischem Obst, Salat, Tee, einem guten Buch und einem ausgiebigen Mittagsschlaf. Es gehört so wenig dazu, glücklich zu sein.