O je! Das geziemte sich aber nicht!!
Von
tastifix
Dienstag 13.07.2021, 04:49 – geändert Dienstag 13.07.2021, 04:56
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tastifix
Dienstag 13.07.2021, 04:49 – geändert Dienstag 13.07.2021, 04:56
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Wieder ein Jubelschrei. S. (3J.) entdeckte den Traum aller Zoobesucher nur wenige Meter von sich entfernt. Sie war nicht mehr zu bremsen und dann schneller auf der Sreichelwiese, als wir gucken konnten. Die Ziegen, Schafe und sogar ein Hängebauchschwein unterbrachen das gemütliche Vor-sich-hin-Dusseln, denn sie wussten aus Erfahrung, was Tolles sie nun erwarten würde und stimmten ein uns wahrlich entzückendes Begrüßungskonzert an. Sofort war unsere Kleine von der neugierigen Meute umringt. Angst vor lebhaften Tieren kannte sie nicht. Selbst die Schafe, die sich nach dreimaligem Streicheln verziehen wollten, waren gegen die Tierliebe unserer Kleinen machtlos.
Einer der Ziegenböcke stand schon seit ein paar Minuten neben ihr. Es war wohl Liebe aufs erste Meckern. Klar, dass sie ihn dann begeistert wuschelte, dass ihm fast Hören und Sehen vergehen musste. Aber kurz danach legte S. eine Pause ein. Wahrscheinlich wurden ihr die Arme allmählich lahm. Sie stand dort neben ihrem neuen Freund und wirkte ausgesprochen froh. Der Ziegenbock übrigens nicht minder!
Doch dann sehnte der sich nach Beschäftigung. Was wedelte denn dort so verlockend vor seinem Maul herum? Das wollte er unbedingt genauer prüfen. Und es bewies es sich, dass dieses Tier unsere Tochter mittlerweile zum Fressen gern hatte. Oder meinte es damit vielleicht doch nur ... Tja, auch ein Ziegenbock schwärmt für eine abwechslungsreiche Speisekarte. Er wäre ja auch sehr blöd gewesen, wenn er jene Chance nicht genutzt hätte. Also reckte er sich kurz und begann blitzschnell zu knabbern.
Der geliebte Regenmantel, ehemals wadenlang, schrumpfte zum Minikleid, wohingegen sich der Bauch des Bockes dementsprechend fix rundete. Töchterchen merkte, dass irgendetwas oder auch -wer an ihr zog und zerrte. Erschrocken musterte sie ihren Mantel, entdeckte das Malheur und holte prompt alles an Brüllen nach, was sie in den letzten drei Stunden vergessen hatte.
Schreiend rannte sie zu uns zurück:
„Mama, Papa! Der hat einfach mein Mäntelchen gefressen. Der ist böse. Der darf das nicht, ist doch meines!!“
Heul, schluchz, schnief.
Wohl geborgen auf Papas Arm drehte sie sich wutentbrannt ein letztes Mal zu ihrem nun Exfreund um und keifte ihn an:
„Ich mag Dich gar nicht mehr leiden. Du Doower Du!!!“
Und streckte ihm die Zunge raus:
„Bääh!!!“
Ob den dies wohl beeindruckte …?
Jedenfalls blieben uns für die nachfolgenden vier Wochen jegliche Zoobesuche erspart.