Mit meinen Zwergen im Spreewald
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Feierabend-Mitglied
Montag 28.06.2021, 11:37
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In 6 Wochen gingen 7 Kinder in die Schule. Ich wollte noch ein bleibendes Abschlußerlebnis organisieren, das außerhalb unseres Alltagsgeschehens lag.
Eine Tour mit dem Regionalzug in den Spreewald nach Lübbenau bot sich an. Ich bat darum, den Kindern einen kleinen Rucksack mitzugeben mit Proviant und Obst, für alle Fälle Regenkleidung und einen Hut gegen die Sonne. Eine Notfalltasche haben wir immer dabei.
Eine Woche später an einem Freitag ging es mit 15 aufgeregten Kindern und einer Praktikantin los zum Bahnhof Südkreuz, ohne die Eltern.
In der Bahn machten wir es uns gemütlich, wir sahen viel aus dem Fenster und das kleine Schaf von Thimo sah andere Schafe draußen und blöckte los. Es wurde gesungen, gelacht und immer wieder die Frage"Gitti, wann sind wir denn da?"
In Lübbenau angekommen war ich erstaunt und erfreut, unser Fährmann holte uns vom Bahnhof ab und brachte uns zum Hafen. Dort angekommen wurde in dem Gartenlokal eine "Pipi-Pause" eingelegt und dann ging es auf den Kahn. Jedes Kind bekam eine Schwimmweste. Lisa war ängstlich, der Kahn wackelte so beim Einsteigen und ich bat alle Kinder, ganz still zu sitzen. Wir hatten herrliches Wetter, der Fährmann plauderte mit meinen Zwergen, dann ging es los. Lautlos setze sich der Kahn in Bewegung. Die Kinder waren ganz still, es war für sie absolutes Neuland. Die Stille hielt nicht lange an: " Guck mal Gitti, eine große Ratte." Das ist ein Biber, erklärte der Fährmann Kai. Wir beobachteten die Wasserläufer, viele Vögel, Enten, Schmetterlinge, Kai erzählte ganz kindgemäß Geschichten aus dem Spreewald, vorallem über die Winterzeit, wenn die Kanäle zugefroren waren und die Menschen mit Schlittschuhen von einem Ort zum anderen fuhren.
Besonderes Interesse erregte eine sehr große Tonne in einem Garten, sie hatte Fenster, eine Tür und Blumenkästen. Kathrin sagte: "Da wohnen bestimmt Oma und Opa, die brauchen nicht mehr viel Platz, weil sie nur rumsitzen." Im Museumsdorf Lehde besichtigten wir ein uraltes komplett eingerichtetes Lehdehaus. Die Kinder staunten über die Alkoven, in denen die Menschen schliefen, die Möbel, die ganz anders aussahen, als ihre zu Hause, aber vor allem die Küche war interessant mit einem Hausrat, der meinen Zwergen fremd war.
Dann wurde noch Picknick ausgepackt, jeder nahm sich, was er/sie wollte. Es wurde geteilt. So kannten die Kleinen das von unseren Ausflügen.
Wir kletterten auf den Kahn, fuhren noch durch eine Schleuse und dann waren wir am Hafen. Kai brachte uns zum Bahnhof, 10 Minuten später kam unsere Bahn nach Berlin. Auch Kai hatte diese Kahnfahrt große Freude gemacht und meinen Zwergen auch. Lautes fröhliches Aufwiedersehen, winken aus dem Zugfenster, lachende Menschen in der Bahn und sie erzählten den anderen Fahrgästen von ihrem Abenteuer.
Auf der Rückfahrt wurde noch etwas gesungen, aber es wurde immer leiser, einige Kinder schliefen ein.