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Martina

Von Fiddigeigei Samstag 11.11.2023, 11:31

Martina

Wie der Römische Reiter mit dem roten Mantel an den dichten Germanischen Urwald heran geritten kam war es bereits dunkel geworden. Es schienen weder Mond noch Sterne, noch gab es Kinder die mit ihren Laternen den Weg aufzeigten. Es schauderte ihn, denn der Reiter wusste , mit den Germanen war nicht gut Kirschen essen aber er musste seinen Auftrag erledigen und ritt mit klopfendem Herzen in den dunklen Tann. Eulen huhuten und Wölfe stimmten ihren unwirklichen Gesang an. Es war schauerlich. Plötzlich sah er vor sich im Dickicht etwas weißes Geisterhaftes und er zog sein Schwert um sich notfalls zu verteidigen. Aber das weiße Etwas konnte sprechen in einer eigenartigen Schnattersprache.
„Wenn du mich mit auf dein Pferd nimmst zeige ich dir den Weg in die nächste Stadt.“
Was blieb dem rotbemantelten Reiter anderes übrig als anzuhalten und das Geisterwesen zu sich in den Sattel zu heben.
„Ich heiße Martina“ schnatterte es „und ich bin eine Gans, eine sehr schlaue Gans“.
Der Reiter steckte sein Schwert in die Scheide und stellte sich ebenfalls vor:
“ Mein Name ist Martin und bin ein römischer Soldat und soll eine Wichtige Botschaft in die Stadt hinter dem dunklen Urwald bringen und ich habe mich irgendwie verirrt“
Martina war auf einem Bauernhof geboren der dicht am Urwald lag und sie hatte gehört, dass man sie heute am 11. November schlachten wollte und da war sie einfach in den Wald geflattert. Sie hat seit ihrer Kindheit dort oft nach Futter gesucht und deshalb kannte sie jeden Steg und Weg.
Tatsächlich erreichten beide wohlbehalten nach einer Stunde das Tor der Stadt, wo bereits viele Kinder mit ihren Laternen warteten und sangen obwohl sie schon ganz heiser waren:
„Laterne , Laterne , Sonne Mond und Sterne“
Martin setzte Martina auf den Boden und sie watschelte dem Pferd voraus.
Die Kinder jubelten und am Marktplatz wartete ein armer Mann darauf, dass Martin seinen warmen Mantel mit ihm teilen sollte. Das war auch Martins Auftrag den er erhalten hatte, nämlich den Menschenkinder zu zeigen, dass es wichtig ist einem Schwächeren zu helfen und das was man hat zu teilen.
Martina schnatterte ganz aufgeregt vor Freude und sang mit den Kindern so laut dass es alle Menschen auf der Welt hören mussten:
„Brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht; aber nur meine liebe Laterne nicht“

Seit dem ist es Brauch geworden niemals mehr Gänse zu Martini zu schlachten.

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