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Ich, Knödel, begann mit der Menschenerziehung ...

Von tastifix Montag 28.02.2022, 12:58 – geändert Mittwoch 02.03.2022, 13:48

Was Frauchen sich da erlaubte, war unmöglich. Ich edles Hundebaby ´von und zu` bekam kein passend dolles Futter, sondern trockenes, das ich gut erzogen runter würgte. Wäre ja sonst verhungert. Nach einigen Malen dunkel und wieder hell (Menschen sagen Wochen) aber beschloss ich zu streiken.
´Wau, nicht mehr mit mir! Warte nur ab, Frauchen ...`

Meine Menschen luden Freunde ein. Anscheinend wusste auch deren Kind genau wie meine Ersatzschwestern, was lecker ist, denn Frauchen stellte auf einen Tisch im Wohnzimmer einen großen Napf (=Tortenplatte) mit Rosinenschnecken, mit ganz vielen davon.
´Und ich, was kriege ich? Wiff!`
Ich war fast ein bisschen beleidigt. Aber dann doch nicht mehr, denn mir fiel ein, dass Frauchen mich jetzt zwar schon etwas kannte, aber denn doch nicht so ganz …
Der Bimmelapparat meldete sich, die Freunde kamen später. Fix machte Frauchen noch einen kurzen Spaziergang mit mir, aber bis auf ein bisschen Pipi passierte nichts.
Na ja, wieder daheim, behielt ich geknickt die tollen Leckereien auf dem Tisch im Auge bzw. noch mehr in der Nase.
´Gemeinheit! Und ich soll gleich zugucken ,wie die …!`
Ich hätte fast geknurrt, aber das gehörte sich ja nicht.

Plötzlich bemerkte ich, dass weder Frauchen, noch meine Ersatzschwestern und auch nicht der Papa in der Nähe waren.
´Der quält garantiert wieder das Dröhn-Dingsbums (Klavier) unten und Frauchen ist bei ihrem Nachwuchs die Treppe rauf.`
Ich stand also allein im Wohnzimmer.
´Ooh ... !`
Die Schnecken dufteten immer doller. Weil ja keiner da war, der zuguckte, trabte ich bester Laune zu dem Tischchen. Es hatte genau die richtige Höhe für mich Hundekind. Also schnappte ich mir eine Schnecke und trug sie, stolz die Nase zur Decke streckend, kreuz und quer durchs Wohnzimmer spazieren. Es wurde dann sehr oft kreuz und quer, denn das Zimmer ist groß.

Auf einmal aber - ich dreht mich gerade wieder zur Tür - erschrak ich heftig. Dort standen nämlich meine Zweibeiner und starrten mich mit weit aufgerissenen Augen an.
´Jaul! Jetzt gibt’s bestimmt schlimme Schimpfe!`, guckte ich möglichst drollig zurück.
Nanu, Keine Schimpfe? Niemand brüllte mich an?? Eigenartig, diese Menschen! Mal bekam man Schelte und mal dann wieder nicht! Und dann traute ich den Teddyohren nicht: Die fingen ja an zu lachen und immer lauter. Vor allem meine Ersatzschwestern.
„Ach, Mama, ist der süüüß! Ach, wie niedlich Du bist, Knödelchen!“
´Ob die mir, weil die mich so sehr mögen, vielleicht sogar noch eine Schnecke abgeben werden?`
Doch nein, wau, wohl eher nicht. Denn Frauchen versuchte böse zu gucken. klappte denn nicht so richtig. So musste ich mir nur ein leises ´Pfui` anhören, das aber so ganz streng nicht klang. Es störte mich also nicht weiter.
´Na, doof ist sie nicht. Hats ja immerhin gesehen!`
Frauchen wäre ja blöd gewesen noch zu meckern, denn, damit mir dies extragroße Leckerchen nicht noch abgenommen wurde, zerkaute ich es fix und schluckte es hastig runter. Die Schnecke war also in meinem Hundekindermagen bestens aufgehoben.
„Oh oh, Knödel!!“
„Wau, ja, die will ich jetzt immer!! Aber ich werd Euch noch viel mehr beibringen,!!"

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