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Hi - ich bin die Seele -Wiederholung

Von Feierabend-Mitglied Freitag 12.11.2021, 19:12

Hi.
N‘ guten Tach.
Ich bin die Seele.
Nicht die von jemand Bestimmten.
Eine Seele halt.
Ich bin 60 -70+ Jahre alt.

Wie muss man sich mich vorstellen?
Neuzeitlich vergleicht man mich am besten mit einer Festplatte.
Beschrieben mit jedem Fuzzelchen, was da so passierte
im Leben.
Nicht nur das.
Da steht auch drauf, wie ich mich dabei fühlte.
Freude bei was Schönem.
Wohlfühlen bei diesem und jenem.
Stolz, wenn es von Erfolg war.
Verzagtheit, wenn nicht.
Ganz arg eingraviert sind die unguten Erlebnisse.
Die mit Angst.
Die mit Schock.
Die Destruktiven.
Die habe ich versucht auszuradieren.
Geht gar nicht.
Manchmal passiert es aber,
dass ein paar von diesen verdammt destruktiven
Ereignissen und Gefühlen überschrieben werden.
Das tut gut.

Ich erinnere mich an alles.
Nichts vergesse ich.
Manches rutscht nur ins Tiefe.
Und kommt schon bei winzigen Reizen heraus.
Kaffeeduft mag ich besonders.
Da ist was Angenehmes drin.


Ich bin sehr sensibel.
Seismografisch geradezu.
Und regiere auf alles.
Das macht es denen, wo ich wohne, nicht leicht.
Ich kann aber nicht anders.
Ich lasse das Herz klopfen.
Bring die Verdauung durcheinander.

Wohne ich in Menschen, denen Gewalt angetan wurde,
Oh – dann habe ich keine Chance.
Dann bin ich voll von Erinnerung und Gefühlen, die
meinen Menschen dissoziieren.
Dann habe ich ein schreckliches Dasein.
Das Hell ist dann immer dunkel.
Und die Angst nagt schmerzlich und zerfrisst mich.

Ich bin nicht schwarz-weiß.
Ich bin eigentlich bunt.
Hell und dunkel.
Kein Mensch kennt mich.
Nicht einmal die-der, in denen ich wohne.
Ich bin so voll, dass ich gelegentlich überschwappe.
Nix dabei verschütte, leider.

Im großen und ganzen bin ich gerne Seele.
Mag die Einheit, die ich bilde mit Mensch.
Mit dem Verstand bin ich befreundet.
Wir können gut miteinander.
In der Regel.

Er hilft mir bei den Fehlern auf der Festplatte.
Ich mache ihn weich und ergänze ihn mit Fühlen..
Das ist aber nicht die Regel.
Wir sind nicht in Konkurrenz.
Aber es ärgert mich, wenn man mich in Frage stellt.
Den Verstand aber nie.

Wie sehr soll ich mich noch spürbar machen,
um nicht als erdachtes Phänomen zu gelten.

Mich gibt es.

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