Endlich ohne Sprachfehler!
Von
tastifix
Freitag 13.08.2021, 12:04 – geändert Freitag 13.08.2021, 17:34
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tastifix
Freitag 13.08.2021, 12:04 – geändert Freitag 13.08.2021, 17:34
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Es war einmal eine Katze namens Mia. Sie hatte einen Sprachfehler. Immer dann, wenn sie ´S` miauen wollte, kam dabei stattdessen ´Schallalala` heraus. So sagte sie zum Beispiel, wenn die Sonne schien:
´Schallalaonne!`
Die anderen Katzen lachten sie deswegen immer aus.
Eines Tages beschloss Mia, auf die Reise zu gehen, um herauszufinden, wie sie ihren Sprachfehler wieder los werden könnte. Während sie so dahin wanderte, trabte ihr ein Fohlen entgegen.
„Nöner Tag heute, nin wahr?“
Mia dachte:
´Hääh, was ist denn mit dem los?`, und sagte:
„Waaas?“
Ulfi, so hieß das Fohlen, wieherte nämlich, wenn es eigentlich ´Ch` oder auch ´Sch` meinte, dagegen ´N`.
Mia erklärte Ulfi, was sie vor hatte und, hast Du nicht gesehen, liefen die Beiden schon gemeinsam weiter. Sie wanderten und wanderten und trafen nach Stunden irgendwann auf einen Babyadler. Der kleine Vogel schluchzte:
´Elle lechen mich eus!“
Das Adlerbaby tauschte nämlich, weil es kein ´A` kreischen konnte, das ´A` gegen ein ´E` aus.
Ulfi guckte das Kleine verständnislos an, Mia genauso.
„Wie heißt Du denn?“
„Ich bin Lulu!“
„Komm mit, Lulu. Bestimmt kann uns jemand helfen!“
Sie liefen an vielen Bäumen vorbei, über Wiesen und an Flüssen entlang. Plötzlich stand auf dem Weg vor ihnen ein Fuchs.
„H..Hallo!“
Überrascht fragten die Drei:
„Wer bist Du?“
„I..Ich heiße Ferd..dinand!“, stotterte Ferdinand.
„Komm mit!“, schlugen Mia, Ulfi und Lulu vor und verrieten ihm ihren Plan.
Noch nicht mal die kleine Lulu hatte Angst vor Ferdinand, denn der wirkte so traurig und gar nicht gefährlich.
Zu Viert marschierten sie weiter, durch Täler, über Berge und durch viele fremde Länder. So allmählich begannen sie zu frieren, denn es wurde kalt, immer kälter und schließlich entsetzlich kalt. Es gab keine Bäume und auch keine Blumen mehr. Nur überall Eis. Ferdinand meinte:
„I..Ich k..kenn` das hier. Hier wohnen die Pinguine.“
Im selben Moment hörten die Vier ein jämmerliches Piepsen. Erschrocken guckten sie nach allen Seiten. Zwischen zwei Eisinseln zappelte verzweifelt ein Pinguinkind im Wasser. Anscheinend konnte es noch nicht richtig schwimmen.
Ferdinand tat das Kleine sehr leid. Ohne daran zu denken, wie eisig das Wasser war, sprang er hinein und rettete es. Auch, als es schon auf dem Land saß, zitterte es noch.
„Wie heißt Du?“
„Ich bin Ping. Ich bin meinem Papi weggelaufen und dann hier ins Wasser geplumpst! - Wenn Du mir nicht geholfen hättest, wäre ich bestimmt ertrunken!“
Ulfi pustete Ping warme Luft entgegen, Mia rieb mitleidig den Kopf an Ping`s Kopf und Lulu wärmte ihn noch obendrein mit ihren warmen Federn. Ping fühlte sich dann schnell etwas besser, zeigte ihnen, wo es daheim war und sie erzählten alles seinen Eltern. Die waren sehr dankbar, dass Ping nichts passiert war. Deshalb sagten sie den Vieren auch, welchen Weg sie gehen mussten, um zu der Fee zu kommen. Sie würde ihnen bestimmt helfen.
„Und, wenn Ihr vorher schon Hilfe braucht, dann ruft: ´Debididu!`“
Froh meinte Lulu:
„Denke!!“
Die Vier verabschiedeten sich und zogen weiter.
Allmählich wurde es wieder warm und dann immer wärmer. Bald waren sie in Afrika. Auf einmal stellte sich ihnen ein Löwe in den Weg.
„Ihr lauft falsch! Ihr müsst eine anderen Weg nehmen!“
Schako, der Löwe, war ihnen heimlich gefolgt und hatte sie so eigenartig sprechen hören. Eigentlich wollte er sie jagen. Deshalb hatte er vor zu verhindern, dass sie zur Fee kamen und danach wieder richtig sprechen würden. Denn dann würden sie wieder mutiger sein und sich zu wehren wagen.
„Ich lasse Euch nicht vorbei!!“, drohte er.
Da riefen die Vier gleichzeitig laut:
„Debididu!!“
Sofort standen die Pinguine neben ihnen und bewarfen den gemeinen Löwen mit Eis. Sobald Schako damit in Berührung kam, wurde er selber zu Eis.
„Dankenön, liebe Pinguine!“, schnaubte Ulfi.
Erleichtert reisten sie weiter. Zum Glück hatten sie ja sofort gemerkt, dass der Löwe gelogen hatte und wanderten auf dem richtigen Weg voran. Inzwischen sah die Landschaft wieder ganz anders aus und sie durften ringsum Felder und Wiesen bestaunen. Als sie um eine Kurve bogen, lag vor ihnen auf einmal das tolle rote Mohnblumenfeld, in dem die Fee wohnte. Sie erinnerten sich, dass die Pinguine ihnen ja ihren Namen gesagt hatten und riefen:
„Lalelu, bitte, hilf uns!!“
Im nächsten Augenblick strahlte eine der schönsten Blumen besonders kräftig und Lalelu, die Fee, erschien. Weil Feen Gedanken lesen können, wusste sie ja, weshalb die Vier gekommen waren und weil sie so lieb waren, half sie ihnen auch sofort.
„Von jetzt an sollt Ihr immer richtig sprechen können!!“
Die Vier freuten sich sehr.
Lulu piepte munter statt ´Denkeschön!` ´Dankeschön!`.
Mia miaute froh ´Dankeschön!`statt wie bislang ´Schallalalön!`!!
Ferdinand jubelte statt D..Dankesch..schön!` dann ´Dankeschön!`!!!
Und Ulfi, das Fohlen, wieherte statt ´Dankenön!` glücklich ganz laut ´Dankeschön!`!!!!
Die Idee hierzu stammt von meiner Enkelin und bis auf nur wenige Verbesserungen der Text auch.