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Endlich ohne Sprachfehler!

Von tastifix Samstag 08.10.2022, 20:48 – geändert 09.10.2022, 09:02

Es war einmal eine Katze namens Mia. Sie hatte einen Sprachfehler. Immer dann, wenn sie ´S` miauen wollte, kam dabei ´Schallalala` heraus. So zum Beispiel, wenn die Sonne schien:
´Schallalaonne!`
Die anderen Katzen lachten sie deswegen immer aus.

Eines Tages beschloss Mia, auf die Reise zu gehen, um herauszufinden, wie sie ihren Sprachfehler wieder los werden könnte. Während sie so dahin wanderte, trabte ihr ein Fohlen entgegen.
„Nöner Tag heute, nin wahr?“
Mia dachte:
´Hääh, was ist denn mit dem los?`, und fragte:
„Waaas?“
Ulfi, so hieß das Fohlen, wieherte nämlich, wenn es eigentlich ´ch` oder auch ´sch` meinte, stattdessen ´n`.

Mia erklärte Ulfi, was sie vor hatte und die Beiden liefen zusammen weiter. Nach Stunden trafen auf einen Babyadler. Der schluchzte:
´Elle lechen mich eus!“
Das Adlerbaby tauschte nämlich, weil es kein ´A` piepen konnte, das ´A` gegen ein ´E` aus.
„Wie heißt Du denn?“
„Ich bin Lulu!“
Ulfi guckte das Kleine verständnislos an, Mia genauso.
„Komm mit, Lulu. Bestimmt kann uns jemand helfen!“
Sie marschierten an vielen Bäumen vorbei, über Wiesen und an Flüssen entlang. Plötzlich stand auf dem Weg vor ihnen ein Fuchs.
„H..Hallo!“
Überrascht fragten die Drei:
„Wer bist Du?“
„I..Ich heiße Ferd..dinand!“, stotterte Ferdinand.
„Komm mit!“, schlugen Mia, Ulfi und Lulu vor und verrieten ihm ihren Plan.
Noch nicht mal die kleine Lulu hatte Angst vor Ferdinand, denn der wirkte so traurig.
Zu Viert liefen sie weiter, durch Täler, über Berge und durch viele fremde Länder. So allmählich begannen sie zu frieren, denn es wurde ständig kälter und schließlich entsetzlich kalt. Es gab überall nur noch Eis. Ferdinand meinte:
„I..Ich k..kenn` das hier. Hier wohnen die Pinguine.“
Im selben Moment hörten die Vier ein jämmerliches Piepsen. Erschrocken guckten sie nach allen Seiten. Zwischen zwei der Eisinseln zappelte verzweifelt ein winziges Pinguinbaby im Wasser. Anscheinend konnte es noch nicht richtig schwimmen.

Ferdinand tat das Kleine sehr leid. Ohne daran zu denken, wie eisig das Wasser war, sprang er hinein und rettete es. Auch, als es schon auf dem Land saß, zitterte es noch furchtbar.
„Wie heißt Du?“
„Ich bin Ping. Ich bin meinem Papi weggelaufen und dann hier ins Wasser geplumpst! - Wenn Du mir nicht geholfen hättest, wäre ich bestimmt ertrunken!“
Ulfi prustete Ping warme Luft entgegen, Mia rieb mitleidig den Kopf an Ping`s Kopf und Lulu wärmte ihn noch obendrein mit ihren warmen Federn. Ping fühlte sich dann schnell etwas besser, zeigte ihnen, wo es daheim war und sie sprachen mit seinen Eltern. Jene waren sehr dankbar, dass Ping nichts passiert war. Deshalb sagten sie den Vieren auch, welchen Weg sie nehmen mussten, um zu der Fee zu kommen und dass sie ihnen bestimmt helfen würde.
„Und, wenn Ihr vorher schon Hilfe braucht, dann ruft: ´Debididu`!“
Froh meinte Lulu:
„Denke!!“
Die Vier verabschiedeten sich und zogen weiter.

Allmählich wurde es wieder sehr warm und dann sogar heiß. Sie waren in Afrika. Auf einmal sich ihnen ein Löwe in den Weg.
„Ihr lauft falsch! Ihr müsst eine anderen Weg nehmen!“
Schako, der Löwe, wollte nämlich verhindern, dass die Vier wieder richtig sprechen konnten, denn dann würden sie mutiger werden und sich zu wehren wagen, wenn er sie jagen wollen würde. Er war ihnen nämlich gefolgt und hatte sie so eigenartig sprechen hören.
„Ich lasse Euch nicht vorbei!!“, drohte er.
Da riefen die Vier gleichzeitig ganz laut:
„Debididu!!“
Sofort standen die Pinguine neben ihnen und bewarfen den frechen Löwen mit Eis. Sobald es Schako traf, wurde er selber zu Eis.
„Dankenön, liebe Pinguine!“, schnubte Ulfi.

Erleichtert reisten die Vier weiter. Zum Glück hatten sie sofort gemerkt, dass der Löwe gelogen hatte und wanderten auf dem richtigen Weg voran. Bald durften sie ringsum Felder und Wiesen bestaunen. Als sie wieder mal um eine Kurve bogen, standen sie vor einem tollen roten Mohnblumenfeld. Sie erinnerten sich, dass die Pinguine ihnen ja den Namen der Fee gesagt hatten und riefen jetzt laut:
„Lalelu, bitte, hilf uns!!“
Im nächsten Augenblick strahlte eine der schönsten Blumen ganz besonders kräftig. Lalelu, die Fee, erschien. Sie wusste ja, weshalb sie gekommen waren. Sie fand sie so lieb, dass sie ihnen sofort half.
„Von jetzt an sollt Ihr immer richtig sprechen können!“

Die Vier freuten sich sehr.
Lulu piepte munter statt ´Denkeschön!` ´Dankeschön!`.
Mia miaute froh ´Dankeschön!` statt wie bislang ´Schallalalön!`!!
Ferdinand jubelte statt D..Dankesch..schön!` dann ´Dankeschön!`!!!
Und Ulfi, das Fohlen, wieherte statt ´Dankenön!` glücklich ganz laut ´Dankeschön!`!!!!


Die Idee hierzu und der Text stammen von meiner Enkelin

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