Ein Ausflug und was letztendlich daraus wurde ...
Von
tastifix
Mittwoch 13.10.2021, 12:17 – geändert Mittwoch 13.10.2021, 12:26
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tastifix
Mittwoch 13.10.2021, 12:17 – geändert Mittwoch 13.10.2021, 12:26
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Für Diejenigen, die es nicht kennen: Das Gasometer ist ein Museum mit immer wieder anderen hochinteressanten Ausstellungen.
Augenblicklich gastiert dort noch für ein ganzes Jahr ´Das zerbrechliche Paradies` . Es geht um die Umwelt und des Mernschen Einflussnahme auf die Natur. Die, die bereits dort waren, äußerten sich total begeistert von den wunderbaren riesigen Panoramabildern, die übrigens, wie ich diese Tage erfuhr, im Sauerland hergestellt wurden.
Wir beschlossen, mit meiner Enkelin dieses Museum zu besuchen. Es war ziemlich frisch und es tröpfelte leicht, als wir los fuhren, was uns egal sein durfte, denn wir saßen ja im warmen Auto. Oberhausen liegt ja von Düsseldorf eine ganze Strecke weit entfernt. Meine Enkelin und ich zählten zunächst E-Roller. Es war kaum möglich, während der Fahrt durch Düsseldorf welche zu übersehen, denn an jeder zweiten Ecke stand solch ein Ding oder versperrte fast den Bürgersteig.
´Die werden einem ziemlich dreist vor die Nase gestellt!`, dachte ich und wünschte sie allesamt zum Mond.
Dies jedoch hätte ich zuvor mal mehr üben sollen, denn sie blieben dort, wo sie waren, grr.
Doch dann bogen wir auf die Autobahn und dort standen keine. Deshalb zählten wir Brücken. Je mehr wir uns Oberhausen näherten, umso heftiger regnete es. Dann erreichten wir endlich den Parkplatz vor dem Gasometer. Aber die Bezeichnung hatte der nicht so ganz verdient. Es war ein Schotterhuckelpfützenplatz und einen Jeep zu besitzen, wäre sehr von Vorteil gewesen. Dennoch voller Vorfreude auf die Ausstellung stiegen wir aus. Meine Enkelin nahm die Pfützenlandschaft mit Humor und übte sich im Überdielachenspringen und darin, ja die Minitrockenflächen dazwischen zum vorsichtigen Weitertrippeln zu nutzen.
Die gute Laune blieb uns noch für genau drei Minuten erhalten, zumal der Regen ein wenig nachgelassen hatte und nur noch circa 20Tropfen/min fielen. Allerdings konnte dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass es unverschämt kalt war, viel kälter als in Düsseldorf. Nach dieser Galgenfrist jedoch schlug die Stimmung um. Wir schauten nämlich auf dem Zugangsweg auf eine lange, total verfroren wirkende Menschenschlange. Ihr Anfang war gar nicht auszumachen, so lang.
´Schreck, lass nach!`
"Richtig! Sind ja Ferien und die sind auch alle auf die Idee gekommen, so die nächsten Stunden im Trockenen verleben zu dürfen!"
Na, würden wir uns hier einreihen, müssten wir damit rechnen, mindestens eine halbe Stunde zähneklappernd vor uns hin zu frieren.
´Wahrlich toll! Und holen uns ne deftige Erkältung!`
Sogar die Kleine, die sich so auf die tollen Bilder gefreut hatte, guckte zweifelnd. Nein, dort sich dann die Beine in den Bauch zu stehen war nicht nach ihrem Geschmack. Nach unserem erst recht nicht.
"Also, das hat wirklich keinen Zweck! Drinnen ists dann rappelvoll. Nee!"
Verloren war der Event für uns nicht, denn die Karten würden noch das ganze nächsten Jahr gelten.
Damit meine Enkelin nicht zu enttäuscht sein sollte, überlegte ich Alternativen: Kino, Eis usw. ... . Doch, gegen 13 Uhr ins Kino? Um die Zeit lief kein ´Tom und Jerry`. Wenn der überhaupt lief. Eis konnten wir ihr auch daheim spendieren. War sowieso angebrachter, denn mittlerweile goß es erneut wie aus Eimern. Endlich kam mir die rettende Idee:
"Sollen wir backen? Hättest Du Lust dazu?"
"Au ja, Omi!!", klang es jubelnd von hinten. "Omihiin: Fantakuchen!!"
Ich hatte es ja geahnt. Also Fantakuchen.
Es machte dann noch sehr viel Spaß und ihr vor allem, die Teigschüssel so lange von Teigresten zu befreien, bis wirklich kein Mikrokrümel mehr zu sehen war. Der Fantakuchen schmeckte übrigens prima.
Es war eben ein etwas abgewandelter Gasometerbesuchstag.