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Griechenland Erste Reise (Antikythira)

Von Feierabend-Mitglied Freitag 27.08.2021, 13:24

Es war ein superschöner Sonnenaufgang, der uns Antikythira zeigte: im Grunde gab es hier nur den Hafen, eine Straße, die nach oben zu den sieben Wohnhäusern führte und links und rechts von der Straße lediglich zwei Lebensmittel- Läden und ein Café!
Wir marschierten die Straße hinauf, beäugt von den Einheimischen und landeten am Ende der Straße an einem Brunnen… aha, hier gab‘s also unter einem stattlichen Maulbeerbaum gutes Trinkwasser!
Gisela meinte, dass wir uns links halten müssten und über den Hügel gehen müssten, dann kämen wir an eine Bucht, in der wir am Strand schlafen könnten. Und tatsächlich, eine idyllisch gelegene Bucht tat sich uns auf! Auf dem Weg hinunter bemerkten wir Weintrauben, die schon fast eingetrocknet an den Reben hingen, die wollten wir später ernten, bevor sie zu Rosinen mutierten.
Ja, hier ließ es sich spärlich, aber auf jeden Fall leben!
Marion und ich machten sich auf, einen der beiden Läden aufzusuchen: wir benötigten einen Behälter für Wasser und auch Brot und Käse.
Der örtliche Bäcker war ganz am Ende der Straße und die Bäckersfrau war schon von Weitem zu hören, sie schimpfte lauthals nach hinten in den Laden hinein! Marion, die Russisch sprach, verstand, dass ihr Ehemann mal wieder betrunken seiner Arbeit aus dem Weg ging! Aber sie verkaufte uns einen Laib Brot…Wir erstanden noch einen Plastiktank für das Quellwasser und Käse und auf dem Rückweg begegneten wir einer älteren Frau auf einem Esel, die uns zwei riesengroße Tomaten schenkte, wow, jetzt hatten wir zu Essen und zu Trinken! Im Lager angekommen, hatte Gisela die Trauben geerntet, diese rundeten unser Mahl ab!
Ach ja, einen Behälter Olivenöl brachten wir noch mit, das Öl wurde auf das Brot geträufelt und nach dem Mahl auch auf unserer Haut verteilt, wir wollten ja braun werden…! Dann legten wir uns am Strand in die Sonne und ließen den Herrgott einen guten Mann sein!
Abends hatten wir alle drei einen fiesen Sonnenbrand 🥵…es dauerte eine Woche, bis es uns besser ging…
Nach dieser Sonnenbrandwoche besuchten wir das örtliche Café und lernten drei Fischer kennen, die uns auf ihrem Boot mit nach Kreta nehmen wollten. Sie hatten ihre Netze zwischen Antikythira und Kreta ausgelegt und wollten sie heute Nacht wieder einholen, aber erstmal luden sie uns zum Fischeintopf ein! Wir langten gut zu und Marion und ich sagten immer wieder:“ Legger, legger“ , wir liebten diese Wortspielerei…, die Fischer verstanden aber: „Ligo, ligo!“ , was so viel wie: wenig, wenig…, bedeutete und so bekamen wir noch ne Kelle Eintopf auf den Teller! Na ja, bis wir das Missverständnis auflösten, waren wir pappsatt, ja platzten geradezu vom guten Eintopf!
Dann nahmen wir unsere Sachen vom Strand und warteten am Hafen, bis die Fischer kamen und uns auf ihr Boot halfen.
Aber die Überfahrt und das Netzeinholen ist eine ganz andere Sache gewesen und wird morgen berichtet!

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