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Griechenland, die erste Reise

Von Feierabend-Mitglied Mittwoch 25.08.2021, 18:27

Griechenland 1980/ Anreise
Meine erste Reise ins Land der Götter und Gelehrten unternahm ich mit zwei Freundinnen. Wir hatten eine Mitfahrgelegenheit in einem VW- Bus und fuhren hinten mit, auf der Ladefläche.
Das war zwar unbequem, weil ohne Sitze, aber preiswert.
Auf dem Auto- put im ehemaligen Jugoslawien standen wir stundenlang, nachts im Stau. Der große Reisebus hinter uns fuhr uns hinten rein …Ein Kind, dass vom Schlaf erwacht war, ging nach vorn und löste die Bremse, so setzte sich der Bus in Bewegung und erwischte den unsrigen.
Nach einem und einem halben Tag kamen wir dennoch in Athen an …!
Gisela war schon mehrfach hier und kannte sich aus. Zielstrebig lotste sie uns zur “Elektrischen ”, so hieß die damals noch einzige U- Bahnstrecke Athens.
Wir nahmen die Bahn bis Piräus, eine schöne alte Bahn mit Holzsitzen, es gibt sie nicht mehr …seufz …!
In Piräus, dem größten Hafen Griechenlands dirigierte uns Gisela in ein unscheinbares Büro und zu meinem Erstaunen sprach sie die Leute auf Deutsch an!
Ja, es gab auch damals schon Bereiche, in denen man sich mit Deutsch oder Englisch verständlich machen konnte- heutzutage ist das keine Frage, damals schon, denn Englisch, oder gar Deutsch sprachen nur die wenigsten Griechen! Oft haben wir uns mit Händen und Füßen verständigt, was mir immer viel Spaß machte.
In diesem Büro erwarben wir unsere Tickets für die Fähre nach Antikythira, einer winzig kleinen Insel, links neben Kreta.
Leider ging die Fähre erst am Folgetag und so mussten wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit suchen.
Gisela meinte, dass es nicht nötig sei, für eine Schlafmöglichkeit zu sorgen, wir könnten ebenso gut auf der großen Rasenfläche vor dem Hafen nächtigen, das sei inzwischen schon üblich …
Auf dieser Rasenfläche befanden sich schon einige Touristen, die ihre Schlafsäcke bereits ausgerollt hatten und wir suchten uns ein Plätzchen, das uns drei aufnahm.
Gisela besorgte noch Brot, Käse und eine Wassermelone, wir hatten ein superschönes Abendbrot und schliefen schon bald fest in unseren Schlafsäcken.
Am folgenden Morgen wurde ich durch verhaltenen Lärm der anderen Schläfer geweckt.
Gisela saß schon aufrecht und meinte nur, dass wir uns beeilen müssten und schnell aufstehen und die Sachen packen und gehen müssten, denn gleich kämen sie.
Wer denn käme, fragte ich überrascht- “ …na mach mal hinne, da sind sie schon! ”
Drei muskulöse, hübsche, dunkelhaarige Griechen rückten am Rande der Rasenfläche an. Zwei hatten einen Wasserschlauch in der Hand und sie begannen damit, die Touristen wegzuwässern: zielten mit ihrem Wasserstrahl bis kurz vor die Leute, gaben ihnen noch etwas Zeit, die Sachen zu packen und zu verschwinden!

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