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Erinnerungen aus der Schreibmappe

Von Feierabend-Mitglied Mittwoch 09.03.2022, 16:36

Gerade war ich vor kurzem beim Bücherumräumen,da fiel mir eine alte ,dicke Kunstlederschreibmappe in die Hände.
Diese hatte ich ganz unten in einem Regal verstaut,wo ich kaum mal wieder nachgesehen habe.
Aber nun war ich doch neugierg geworden.
Es stellte sich heraus,da kam einiges ans Tageslicht,das ich lange nicht mehr gelesen haben ,das mir teilweise auch schon aus dem Gdächtniss verschwunden war.
Erste Liebesbriefe,der erste,zweite Freund tauchten auf und später auch Inserate,die ich mir hätte sparen können.Immerhin muß ich über diese leise schmunzeln.::so war es damals und nicht anders.
Kalle,der ein Schifferklavier spielte zu meinem Geburtstag,ein anderer ,den ich durch ein Verborgen des damals knappen Comic Mosaik kennenlernte,mit dem ich heute nach X-Jahren einen sporadischen telefonischen Kontakt habe,ach ja.Und dann den einen oder anderen Herrn,hmmm.
Aber das wichtigste für mich sind bis heute meine Erinnerungen aus dem Leben im Internat des "Pädagogiums " in Niesky,wo ich allerdings nur wohnte,sonst die letzten Schuljahre in der Poliytechnischen Obeschule erhielt,da ich bei den Großeltern keine Unterkunft erhalten konnte.
Meine Mutter kam mit der kleinen Schwester bald nach 1964 dorthin.
Ich war der Vorposten,der in dieser Zeit sich ziemlich überflüssig vorkam,kaum Freunde hatte und eben bis heute sicherlich etwas eigenbrötlerisch geblieben bin,das zeigten die teilweisen bösen Erfahrungen die ich gemacht habe.
Zu meiner Lehrzeit im Buchhandlel
kam ich verspätet,da vorher es keine Möglichkeit gab,eine zu ergattern.
Dafür lernte ich auf Drängen einer Bekannten meiner Mutter,der ich noch heute nicht sehr grün bin,sie lebt aber schon lange nicht mehr.in einer Diakonissenanstellt :Hausrbeit.
Mit dem Bohnerbesen durfte man noch die Gänge wienern u.s.w.
Liebe Menschen lernte ich aber dort trotzdem kennen.
Wir waren drei Mädchen ,die aus der 10Klasse bei Schwester Ida Zimmermann in einem Zimmerie Immen,wohnten.
Ansonsten waren jüngere Mädchen auch noch da.
Wo es mir gut gefallen hat,war auf der Station 4 des Krankenhauses.,wo man als Hilfskraft ernst genommen wurde.Und mal bei den Patienten nicht nur sauber zu machen sondern auch sie zu trösten,das hatte was.
Eine Diakonisse hat mir einen besonderen Eindruck hinterlassen,wohlgemerkt,das war so um 1964/65:die in Surinam mal tätig war,also bei den Aussätzigen ihren Dienst getan hatte.Und die Oberschwester,die mit ihrer Schwester aus der Schweiz hier tätig war:sehr resolut,aber auch sehr belesen.
Schwester Ida,hat mir nach einem späteren Abbruch einer Ausbildung mal geschrieben,sie habe gemerkt,ich wäre nicht sehr gern in der Anstalt gewesen.Das stimmte zum größten Teil auch,weil ich mit dem herrnhutischen Glauben nicht viel am Hut hatte,war später anders.
Im Privatbuchhandel war ich sehr gern.
Ausgebildet wurde man auch an der DBL in Leipzig,daran habe ich an so manchen Lehrer noch sehr gut Erinnerungen.
Besonders an Frau Oberstudienrätin Marie-Luise Bewer,die aus Löbau kam.die meine Ausbildungsstätte kannte.
Wir Auszubildenden hatten damals eine gute Zeit in Leipzig,kamen aus dem Volksbuchhandel und aus demPrivatbuchandel teilweise von bekannten Firmen.
Ob die alle noch bestehen oder verschwandenß
Nun zwei Kostproben von Frau Bewer,sie war neben Frau Castillo eine der beliebtesten Lehrkräfte,die aber auch von einem viel Wissen verlangten:
Sie kannte ihr Pappenheimer::Auf,auf in die Romantik
--Nicht murklen meine Lieben--
-Oh Gott,jetzt bringt sie was bei(meine schreckliche Schrift9
-Wenn Sie lachen ,kommen Sie dran--
-Wir sind kein Schnatterhaufen--
-Ich habe wie eine Wühlmaus gesucht-/sie war selber etwas schusslig, Und wir haben mit ihr eine wunderbare Reise gemacht,nach Saalfeld,zu den Tropfstein höhlen.
Man hat es ihr sehr gut angerechnet,das sie mit der Spengung der Kirche in Leipzig nicht einverstanden war--Wir haben die noch erlebt.
Später hätte ich sie gern wiedergesehen,sie wollte das auch und hat mich eingeladen,da war schon mein Sohn da.
Das bereue ich bis heute.
Und andere Lehrkräfte trugen auch oft zur Erheiterung bei,auch wenn einem manches Fach nicht gefiel.
Herr Fehrmann:Tafel komm her,ich will dich sitzend beschriften--
Tragen Sie ihre Körperteile ins andere Zimmer--
-Zu einer Kolleginie einzigste Frau die an meinen Lippen hängt--
Dumm kann man sein,man muß nur eine Ausrede haben---
Beim Test:Sie mogeln,ich spiele Blindschleiche--
So,das mußte mal raus.
Meine Buchhändlerlehrzeit zeige ich nur kurz hier an,es gäbe noch mehr zu berichten.
Nur,wir hatten eins sehr gute Ausbildung!
Und an meinem Chef .Herrn Willy Klätte.der auch sehr bekannt war..habe ich nur gute Erinnrungen:Missionsbuchandlung Herrnhut,die später durch verschiedene Hände ging.
Es war einmal.Manches läßt einen einfach nicht los

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