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KNEVELLÜTT UN SÖTJEMAID Teil 5

Von egalis Donnerstag 28.05.2020, 13:35

alleTexte/Bilder: selbst

De Spinn weev hum Gardintjes. De Uul harr Feern för sien Lettkant. Dat Katteker broch Tellers un Potten ut Nöten- un Eckelschill. De Miegamels sleppden Brannholt.
De Holtbicker kweem mit Splintholt in sien Snabel. Dat kunn in ’t Düstern lüchten. Van de Immen kreeg Knevellütt Hönnig un de Iesvögel schunk hum Düvelspeerflögels as Biller för de witte Wand. Dat sach heel moi ut.
Denn was ’t all up Stee.
Un Knevellütt sä an sien Nahbers van besten Dank un:
„Mien Huus is klaar un nich mehr as Rövkes un Kruud.
Nu gah ik hen un sök mi eerst een söte Bruud.“

Elke Dag gung he in de Nahberskupp up Sök un elke Avend kweem he möi un alleen weer binnen Kleppen. He harr keen Fro funnen, de to hum passen dee: De Puur wass to dick um d’ Liev herum.
Dat Goldhahntje harr keen blau Ogen un de Spiekermuus weer to swart up sien Kopp.
Mit leverlaa wurr dat Harvst un Knevellütt harr immer noch keen Fro. Sien Huuske was süver un kommodig. Schapp un Kist wassen vull Eetgoodje. Brannholt leeg in d' Eck un ok dat, wat he anners noch bruken dee, dat hum de Winter nich targen kunn.
Man Knevellütt leet de Kopp hangen. He was so alleen.
Van een Knaak ut 'n Muuskekopp harr he sük een Vigelin snitzt. Man wenn he spölen dee, klung dat so trurig, dat Blitzeblank sien Föhlers hangen leet un Knevellütt lepen helle Tranen över de Wangen in sien Baart.

Übersetzung:
Die Spinne webte ihm Gardinchen. Die Eule hatte Federn für seine Bettstelle.
Das Eichhörnchen brachte Teller und Töpfe aus Nuss- und Eichelschalen.
Die Ameisen schleppten Brennholz.
Der Specht kam mit einem Holzspan in seinem Schnabel. Der Span konnte im Dunkeln leuchten. Von den Bienen bekam Knevellütt Honig und der Eisvogel schenkte ihm Libellenflügel als Bilder für die weiße Wand. Das sah ganz schön aus. Dann war alles in Ordnung. Und Knevellütt sagte seinen Nachbarn „besten Dank" und:
"Mein Haus ist fertig. Nun geh ich raus
und such mir erst eine süße Braut."

Jeden Tag ging er in der Nachbarschaft auf Suche und jeden Abend kam er müde und allein wieder durch die Türe. Er hatte keine Frau gefunden, die zu ihm passen könnte. Die Kröte war zu dick um den Leib herum. Das Goldhähnchen hatte keine blauen Augen und die Spitzmaus war zu schwarz auf seinem Kopf.

Allmählich wurde es Herbst und Knevellütt hatte immer noch keine Frau. Sein Häuschen war sauber und gemütlich. Schrank und Truhe waren voll Essensgut, Brennholz lag in der Ecke und was er anderes gebrauchen konnte, damit ihm der Winter nicht zu schaffen machte.

Aber Knevellütt ließ den Kopf hängen. Er war so alleine.

Von einem Knochen aus einem Mäusekopf hatte er sich eine Geige geschnitzt. Aber wenn er spielte, klang das so traurig, dass Blitzeblank seine Fühler hängen ließ und Knevellütt helle Tränen über die Wangen in seinen Bart liefen.




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