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KNEVELLÜTT UN SÖTJEMAID TEIL 3

Von egalis Dienstag 26.05.2020, 17:56

Een Settje wass he nu al wannert, dor kreeg he baldadigen Smacht.
He funn een schulig Stee unner een Kladdelbusk. Dor wull he eerst äm Anbiet hollen. Vördem reep he, wat sien Ollen hum bibrocht harrn:
“Ik hebb to eten woll för twee Mann. Is dor well, de ik wat van geven kann?“

Boven hum snurr dat un een Hoogsteert kweem anflogen. Mook ’n Knix vör Knevellütt un meen: „Eten mag ik ok nich geern alleen.
Ik bün so freei un laa mi in.“
Se langden to un as ’t Hoogsteertje satt weer, bedank he sük un sä:
„Will di well wat doon, denn roop na mi. Ik bün de Vögel Wunnerdi.“

Knevellütt gung wieder. Un as he smachtig wurr, settde he sük unner een Poggstohl. Mook sien Taske open un reep: „Ik hebb to eten woll för twee Mann.
Is dor noch well, de ik wat van geven kann?“

Dor rüssel dat tegen hum in ’t Loov. Een Stiekelswien kweem ansnuven. Sä van goden Dag un: „Eten mag ik ok nich geern alleen.
Ik bün so freei un laa mi in.“
Se hebben eten un drunken un dat Stiekelswien bedank sük un sä:
„Will di well wat doon, denn roop na mi. Ik bün dat Deerke Piekedi.“

Uns Keerlke gung wieder. Bi een Brummelbeeibusk kreeg he weer so ’n Smacht, dat he ’t nich uthollen kunn. Weer reep he sien Sprökje un een groten Tiek mit Knieptangen an sien Kopp krabbel an Knevellütt sien Sied. Dat was een Hirsktiek. He leet sük dat ok good mundjen un bedank sük mit de Woorden: „Will di well wat doon, denn geev di ’n Stött
un roop driest na Kniepdikött.”

Knevellütt leep een Stückje de Weg henlang. Miteens sach he een gollen Looptiekje. Dat leeg up de Rügg mit sien Beentjes in d’ Lucht to spaddeln. Knevellütt hulp hum weer to Been. Dor sä dat Tiekje an hum:
“Du hest mi hulpen ut Nood un Pien. Nu will ik dien Hundje sien.
Löppt well di vör de Foot, biet ik hum dood.“

Knevellütt muss lachen un sä: Mien leev Hundje, ik segg Dank.
Du heetst bi mi nu Blitzeblank.“

Un Blitzeblank leep vörut un beet all in d’ Been, wat hum in d´ Weg kwamm. Tegen Avend kwammen se beid an een groten Steenbarg.

Übersetzung:
Ein Weilchen war er nun schon gewandert, da bekam er gewaltigen Hunger.
Er fand eine geschützte Stelle unter einem Klettenbusch. Da wollte er sein Frühstück nehmen. Vordem rief er, was seine Eltern ihm beigebracht hatten:
„Ich habe zu essen wohl für zwei Mann. Ist da einer, dem ich was davon abgeben kann?"

Über ihm schnurrte es und ein (Hochschwanz) Zaunkönig kam angeflogen. Machte einen Knicks vor Knevellütt und meinte: „Essen mag ich auch nicht gern allein. Ich bin so frei und lade mich ein."

Sie langten zu und als der Zaunkönig satt war, bedankte er sich und sagte:
„Will dir einer was tun, dann rufe mich. Ich bin der Vogel Wunderdich."

Knevellütt ging weiter. Und als er wieder hungrig wurde, setzte er sich unter einen Pilz; machte seine Tasche auf und rief: „Ich hab zu essen wohl für zwei Mann. Ist da noch wer, dem ich was davon abgeben kann?"

Da raschelte das neben ihm im Laub. Ein Igel kam angeschnauft. Sagte „guten Tag" und: „Essen mag ich auch nicht gern allein. Ich bin so frei und lade mich ein."
Sie haben gegessen und getrunken und der Igel bedankte sich und sagte:
„Will dir einer was tun, dann rufe mich. Ich bin das Tierchen Piekedich."

Unser Kerlchen ging weiter. Bei einem Brombeerbusch bekam er wieder so einen Hunger, dass er es nicht aushalten konnte.
Wieder rief er sein Sprüchlein und ein großer Käfer mit Kneifzangen an seinem Kopf krabbelte an Knevellütt seine Seite. Das war ein Hirschkäfer. Er ließ sich das Essen auch gut munden und bedankte sich mit den Worten:
„Will dir einer was tun, dann gib dir 'nen Ruck
und rufe unbesorgt nach Kneifdichkaputt."

Knevellütt lief ein Stückchen den Weg entlang. Plötzlich sah er ein goldenes Laufkäferchen. Das lag auf dem Rücken und strampelte mit seinen Beinen in der Luft. Knevellütt half ihm wieder auf die Beine. Da sagte das Käferchen zu ihm: "Du hast mir geholfen aus Not und Pein. Nun will ich dein Hündchen sein.
Läuft einer dir vor die Füße, beiß ich ihn tot."

Knevellütt musste lachen und sagte: „Mein liebes Hundchen, ich sage Dank.
Du heißt bei mir nun Blitzeblank."

Und Blitzeblank lief ihm voraus und biss alles in die Beine, was ihm in den Weg kam. Gegen Abend gelangten sie beide an einen großen Steinberg.







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