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Allah und Regentrude

Von Fiddigeigei Dienstag 11.08.2020, 10:20

Allah und die Regentrude

Ben Jusuf Ali al Muhammad, der Herrscher über Sand und Wind in der Sahara sprach zu Allah, du der Allmächtige zwischen Erde und Himmel, du der du den Sand hier bewegen kannst, du der du die Winde beherrschst , lass mich den Menschen , die unbeschwert von Sand, Hitze in den Tag hineinleben, nur einmal meine Macht zeigen. Und Allah ließ ihn gewähren.
Er befahl der Sonne, mach grün zu braun. Verbrenne alles mit deiner Strahlen Kraft. Und die Sonne gehorchte seinem Befehl. Und die grünen Blätter an den Bäumen fingen an sich zu verfärben und fielen wie Herbstlaub ab. Die Feldfrüchte, von denen die Menschen leben, stellten ihr Wachstum ein und das Wasser der Bäche und Flüsse verdampfte unter der Glut des Planeten. Noch war die Menschen lustig und froh, dass es endlich Sommer wurde und strömten in die selbst angelegten Wasserbecken, die sie Pools nennen.
Das ärgerte Ben Jusuf Ali al Muhammad sehr und er befahl dem Süd und Westwind, tragt noch mehr Hitze dorthin, wo die Menschen glücklich im Grünen leben können und sich keine Sorgen um Trinkwasser und Lebensmittel machen müssen. Und die heißen Wüstenwinde trugen noch mehr Hitze dorthin, wo er das Paradies auf Erden vermutete. Und die Winde krochen in die sonst kühlen Wohnungen und die Menschen begannen sich langsam zu fürchten vor der Hitze und dem Wind der Saharawüste.

Trude aber hatte sich schon vor einiger Zeit zurückgezogen, weil die Menschen es satt hatten jeden Tag im Regen zu stehen, als wenn sie Fische seien. Sie war eigentlich nur ärgerlich geworden über das viele Gemecker der Menschen und dachte, jetzt lasse ich sie einfach einmal schmoren.
Aber dann hörte sie hoch in ihrem feuchten Wohnsitz immer mehr die Menschen rufen:
„Regentrude, Regentrude komm heraus und hilf uns, gegen die die Sahara .“
So einfach machte es aber die Trude den Menschen nicht, erst als der Wasserdampf ihrer Wolkenkinder zu ihr aufstiegen, besann sie sich und befahl ihrer Wolkenarmada, sich die Bäuche mit Wasser vollzuschlagen und diese über den Menschen im grünen Glückstal zu entleeren.
Die Kinder sprangen im Regen auf der Straße herum, die Wohnungen wurden wieder kühl und die großen und kleinen Menschen konnte nachts ruhig schlafen. Die Eisverkäufer machten grimmige Gesichter, den sie liebten die Hitze und selbst die Polizei kam zur Ruhe, die lauten Festereien in den Gärten wurden leiser und leiser. Es herrschte allgemeine Freude, bis auf dort wo es die Wolken der Trude etwas übertrieben hatten.
Ben Jusuf Ali al Muhammad ballte seine Fäuste als er sah, dass sein Angriff für dieses Mal im wahrsten Sinn des Wortes im Sande verlaufen war.
Aber er würde es wieder versuchen mit Allahs Hilfe; und die Regentrude dachte, hoffentlich wissen die Menschen jetzt wieder was sie an mir haben und sie nahm sich vor, in der Zukunft etwas sparsamer mit dem Regen umzugehen.

Die Menschen aber werden immer unzufrieden bleiben!

Carlos

Die Regentrude ein Märchengestalt von Theodor Storm:

Dunst ist die Welle,
Staub ist die Quelle!
Stumm sind die Wälder,
Feuermann tanzet über die Felder!

Nimm dich in Acht,
Eh' du erwacht,
Holt dich die Mutter
Heim in die Nacht!
Die Regentrude erschien erstmals am 30. Juli 1864 in der Leipziger Illustrierten Zeitung Nr. 43, mit dem Zusatz „ein Mittsommermärchen“. Storm schrieb das Märchen in Heiligenstadt  über Weihnachten 1863 in nur 12 Tagen, als er wegen Röteln das Bett hüten musste, wie er in seinem Brief  vom 18. Januar 1864 an Harthmut Brinkmann mitteilte. Angeregt wurde er dabei von der malerischen Scheuche, einem Wasserfall des Flüsschens Geislede im heutigen Kurpark von Heilbad Heiligenstadt.

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