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Ach für die, die Oper nicht mögen geschrieben

Von Feierabend-Mitglied Dienstag 19.10.2021, 10:30 – geändert Dienstag 19.10.2021, 11:13

Wann es war.

Ich weiß es nicht.

Ich schlendre durch München.

Lande bei Beck.

Münchens Schickeria Kaufhaus.

Mit der ausgefuchsesten CD Abteilung.

Wer wirklich sucht, findet dort.

Anerkannt oder verachtet vom Fachpersonal.

Depends on was du suchst.

Man versinkt vor Scham.

Schleicht in Demut davon.

Wenn …..bloß Hiphop.



Ich habe Lust auf meine Lieblingsarien

E strano aus der Traviata.

Und Casta diva aus der Norma.

Schleppe davon jeweils 10 CDs und höre mir die verschiedenen Sängerinnen an.

E strano – Violetta ist verliebt.

Verzichtet auf Alfredo.

Aus Liebe.

Stirbt in seinen Armen.

Oper halt.

Eine Sängerin ist es, die diese Arie so singt,

So schön, dass ich etwas spüre.

Etwas und unendlich vieles.

So entdeckte ich Edita Gruberova.

Eine Sängerin, die die Akrobatik des hohen F´ s

nicht dramatisch schreit.

Sondern einfach singt.

Die Arie der Königin der Nacht ist so eine Muss-Arie.

Die eine Sängerin im hohen F berühmt macht.

Neben der Callas kenne ich keine, die sie singt wie sie.



Und heute ist sie gestorben.

Vor zwei Jahren ihr Abschied im Nationaltheater.

Symbolisch.

In der Schlusszene nimmt sie die Perücke vom Kopf.

Weißes Haar – eine alte Frau, die Abschied nimmt.

Das erlebt man anders, wenn man ebenso alt ist.

Und die Meldung von jemandes Tod ist eine nahegehende.

Nicht mehr ein bloß Meldung.

Die Gruberova.

Gefunden bei Beck in München.

Ein Weltstar, keine Diva.

Einem Hausmütterchen ähnlicher als einem Star.

Mit einer Stimme, in der noch so viel opernunähnliche Natürlichkeit ist, wie auch in ihrem Wesen.

Eine warmherzige Frau.

Eine warmherzige, kluge Sängerin, die nicht interpretieren muss.

Die weiß, wovon sie singt,

Und einfach singt.

Von des Menschen Freud und Leid.

Und Gänsehaut dabei macht.

Tränen.

Und Lächeln.



Eine musikalisch und menschlich Große ist weg gegangen.

Ihre Stimme bleibt.




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Und ich bin traurig...echt und wirklich traurig.

Und wünsche mir, dass es den Himmel gibt.

Wo ich sie treffen, ihr zuhören und ihr sagen kann, was sie

mir ins Herz gesungen hat.


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