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Kinder Anfang der 60er JAHRE

Von Jorgito56 Freitag 20.01.2023, 18:59



Der Zeit scheint zu fliegen. Jeden Tag bekomme ich , Emails, kleine Nachrichten über Whatsapp, Facebook, Insta und so weiter… Lissy schickt mir einen langen Zeitungsartikel zum Thema : Verändern wir uns mit den Jahren oder bleiben wir uns gleich.
Indem ich nun diesen Artikel las, fielen mir Sachen ein,die ich lange vergessen hatte...
Ich sah meine Nachbarin Helga... Helga lutschte mit 6 Jahren noch am Daumen und man schmierte ihr Senf auf den Daumen, damit sie aufhöre. Ihre Mutter war Tante Lina und ihr Vater der Malermeister Onkel Fritz, vor dem viele Kinder im Ort Angst hatten. Sie liefen dann schreiend in Hauseingänge, denn sie hatten gehört, dass der Anstreicher ihnen die Ohren abschneidet. Oft saß ich bei ihnen in der Küche . Tante Lina hob ab und zu die Gardine , um zu schauen, wer vorbeikommt.
In meiner Gegend außerhalb des Dorfes gab es keine Kinder, die so alt wie ich waren.
Im Nachbarhaus wohnte eben Helga, die zwei Jahre älter war als ich.
Und mein Vater nannte mich dann : Maarevadder (= Mädchenvater.)..
Ich solle nicht so viel mit Mädchen spielen..
Vor dem Haus spielten wir auf der Straße Ich erkläre den Krieg gegen....
Dafür musste man einen Kreis auf den Teer malen. Jeder repräsentierte ein Land..
Kennst du das Spiel? Ich habe die Regeln vergessen. Mit Steinen umrissen wir die Teile im Kreis, die wir okkupieren konnten.
Neben dem Haus stand ein riesiger Apfelbaum und eine Hecke mit KNALLERBSEN. Im Herbst warfen wir uns in das Laub der Erlen, die die Zufahrt zu meinem Elternhaus säumten. Wir verschwanden unter den Blättern. Der Mond stieg über dem Dorf auf und es wurde dunkel.

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