Was wäre, wenn ...?
Von
tastifix
Dienstag 14.09.2021, 10:46
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tastifix
Dienstag 14.09.2021, 10:46
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Es ist der Konjunktiv, der diese Frage regiert: Was wäre, wenn ich nochmal auf die Welt kommen könnte? Um mir dies beantworten zu können, muss ich mich grundsätzlich entscheiden, von welcher Basis aus ich meine Überlegungen starten will.
Angenommen, ich gehe ohne gespeichertes Wissen aus meinen ersten Leben meinen Weg, dann wird alles je nach Umständen und Ereignissen eventuell völlig anders verlaufen. Die Fehler, die mir unterlaufen, werden zum Teil anderer Art sein, aber genauso gravierend und/oder richtungweisend.
An Wiedergeburten glabue ich nicht, aber ich wende mich jetzt der konjunktivistischen Frage zu, was denn wäre, wenn doch …? Wie würde es sein und inwieweit würden die gespeicherten Erfahrungen und das Wissen den Lebensweg beeinflussen? Bestimmt wäre ich sehr unzufrieden, wenn ich keine Möglichkeit finden würde, wenigstens einige der damaligen Fehler zu vermeiden. Leider kann ich nicht die mich erwartenden Lebensumstände, den Einfluss der Umwelt, mein daraus resultierendes zukünftiges Verhalten noch zu erwartende Schicksalsschläge vorhersehen und darum nichts bis ins Letzte konkret vor planen.
Ich kann mir nur vornehmen:
„Dies und das mache ich anders!“
Jedoch hängt alles davon ab, ob der Lebensweg es mir überhaupt vergönnt, ´dies und das` zu vermeiden und anders zu agieren, so dass ich dann zufriedener wäre als damals. Das Leben ist etwas außerordentlich Komplexes, das höchstens abschnittsweise im Groben zu planen ist. Selbst dies klappt nur, wenn keine entscheidenden Ereignisse beziehungsweise Schicksalsschläge den gewünschten roten Faden des Lebensweges durchkreuzen, in andere Bahnen lenken oder im schlimmsten Falle gar zerschneiden.
Eines steh fest: Ich könnte ein noch so dickes Erfahrungs- und Wissenspaket aus dem ersten Leben in mein zweites übernehmen … Es würde nie eine verbesserte Kopie meines früheren Daseins werden. Es würde eventuell gar gänzlich anders.