Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich. Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.
0 1

MutterhändeKhali GibranEin Märchen

Von rudi32 Mittwoch 04.05.2011, 02:41

MutterhändeKhali GibranEin Märchen erzählt von Hans,dem Sohn eines armen Schneiders. Weil zu viele Geschwister im Haus waren, mußte er so bald wie möglich in die Welt hinaus ziehen, um Arbeit zu finden und sein Brot selbst zu verdienen. Beim Abschied streichelte ihn seine Mutter mit ihren abgearbeiteten Händen, die das Leben hart und rauh gemacht hatte. Hans spürte, wie sehr sie zitterten.Auf seiner Wanderschaft schloß er sich zwei vornehmen Burschen an, die, wie sich herausstellte, Prinzen waren. Als ihr Diener erreichte er mit ihnen die große Stadt, in der die Leute erzählten: "Der König will dem seine hübsche Tochter zur Frau geben, der eine Probe besteht". Schon viele waren daran gescheitert und traurig weitergezogen.Sofort meldeten sich die beiden Prinzen beim König an, Hans begleitete sie. Sie wurden in einen Saal geleitet, der mit herrlich blauem Samt ausgeschlagen war. An einer Wand streckten sich ihnen drei Händepaare entgegen: Zwei Hände waren weich und zart, zwei mit kostbaren Ringen geschmückt, zwei aber rissig, hart und abgearbeitet. Der König stellte sich neben sie und sprach: "Die Probe lautet: Welche Hände sind am verehrungswürdigsten"?Die Pinzen dachten nur an die hübsche Prinzessin. So wählte der eine die weichen, der andere die reich geschückten Hände. Der König forderte auch Hans auf, der aber mußte bei den abgearbeiteten Händen an seine Mutter denken und sagte: "Herr König, diese Hände erinnern mich an meine gute Mutter, sie erscheinen mir am wertvollsten!" Da fiel der Samtvorhang. Zwei Hofdamen, denen die zarte und die reichgeschmückten Hände gehörten, gingen spöttisch lachend davon.Die Frau mit den rissigen Händen aber war die alte Mutter des Königs. Sie strich Hans zärtlich über die Wangen und sprach: "Du hast dich nicht durch Schönheit und Reichtum verlocken lassen, Dein Herz ist gut und voller Liebe, darum verdienst Du meine Enkelin und Schönheit und Reichtum dazu. Da wurde ihm eine prächtige Krone aufgesetzt, auch kamen seine Eltern und Geschwister dazu und alle staunten über das glückliche Paar.

Kommentieren
Regional > Hameln und Weserbergland > Forum > MutterhändeKhali GibranEin Märchen