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Maria ließ mir keine Ruhe

Von ehemaliges Mitglied Mittwoch 19.05.2021, 10:28


Dies ist die Geschichte einer Frau aus Westfalen. Sie hat ihren Weg zum Glauben, der mit vielen Schwierigkeiten und inneren Kämpfen verbunden war, aufgeschrieben. Sie möchte damit der Muttergottes danken.

Es war in einem Kurort in Süddeutschland im Jahre 1980. Dort besuchte ich zusammen mit meinem Mann zum ersten Mal eine katholische heilige Messe. Ich war davon sehr beeindruckt Bei der Austeilung der heiligen Kommunion konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten vor Traurigkeit über die geteilte Kirche. Ich spürte eine große unerfüllte Sehnsucht.

Es war Mai und so ging ich mit meinem Mann auch in die Maiandacht. Die Statue der Gottesmutter mit dem segnenden Jesuskind auf dem Arm war von vielen Blumen umgeben. Zu jeder Zeit kamen Andächtige. Auch ich kniete oft dort und sann über das Geheimnis der auserwählten Jungfrau und Gottesmutter nach. Verschiedene Bücher und Schriften halfen mir, mein Wissen über die katholische Kirche zu erweitern. Bald glaubte ich, meine geistliche Heimat gefunden zu haben.

Durch einen Pfarrer in Süddeutschland erfuhr ich von den Marien-Erscheinungen in Fatima. Ich besorgte mir das Buch: »Maria spricht zur Welt«. (Im Miriam-Verlag erhältlich.) Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr mich das beeindruckt hat. Ich las auch noch viele andere Schriften.

Als ich mir nach einiger Zeit auch bei anderen katholischen Priestern Rat holte, erlebte ich, dass diese die Erscheinungen von Fatima und die anderen Marienerscheinungen als Privatoffenbarungen abtaten und teilweise sogar darüber lachten. Auch vom Rosenkranzgebet riet man mir ab.

So packte ich alle Schriften über dieses Thema in Plastikbeuteln und deponierte sie in die Mülltonne. Nach dieser »Tat« fühlte ich mich erleichtert. Doch einige Tage darauf glaubte ich es nicht mehr aushalten zu können. Es war mir, als hätte ich etwas Wichtiges begraben. Mit der Harke zog ich die Beutel wieder aus der Mülltonne und war wie »erlöst« als alles wieder an Ort und Stelle stand. Seltsamerweise wiederholte sich diese Wegwerfmethode noch viermal.
Viele feindliche Stimmen hatten mich verwirrt. Ich war hin und her gerissen und sehr unglücklich. Ich glaube, der böse Feind wollte nicht, dass die Gottesmutter in meinem Herzen siegte. Ich bat um Fürbitte bei Priestern und bei zwei katholischen Bekannten. Nach und nach wurde für mich das Rosenkranzgebet immer bedeutender. Langsam begriff ich, dass Jesus uns seine Mutter gegeben hat für alle unsere Anliegen als großes Vorbild und als Mittlerin. Vor allem lernte ich von ihr das Vertrauen auf den Herrn. Ich ließ mich immer mehr von ihr in die Hand nehmen und auf dem Weg in die Mutterkirche, die Christus uns geschenkt hat, führen. Ich bete jetzt auch für den Stellvertreter Christi auf Erden und weiß um die große Gemeinschaft mit den Heiligen und Engeln Gottes. Ein tiefer Trost kehrte in meine Seele ein. Dafür möchte ich ganz besonders der Gottesmutter danken. Jetzt möchte ich meinem Mann ein gutes Vorbild sein, dass auch er die Erkenntnis vom Glauben erhält. Alles ist Gnade! Das Gebet vermag viel. Ich bin überzeugt, die Gottesmutter kann auch ihn zum Glauben hinführen.

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