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Jetzt sieht Rene die Sterne

Von ehemaliges Mitglied 30.05.2021, 08:23



Der Haupteinwand der Lourdes-Gegner, die Heilungen seien auf Suggestion zurückzuführen, ist weitgehend entkräftet worden.
Der bekannte Parapsychologe Dr. Alpis Wiesinger drückt es so aus: Die Ausgiebigste Suggestion kann keinen Klumpfuß gerade rücken. Sie kann kein Knochenstück im Moment ergänzen. Die Wirkung der Geist-Seele mag noch so groß sein. Aber sie liegt innerhalb bestimmter Grenzen. Jenseits dieser Grenzen beginnen Gottes Wunder.
Auch der große Chirurg Alexis Carrel, Forscher und Nobelpreisträger, machte in Lourdes die Erfahrung: nicht alle Heilungen sind mit Suggestion zu erklären. Schließlich wurden auch kleine Kinder gesund, deren Geist noch nicht erwacht war und Bewusstlose, die sich bereits in Agonie befanden.

Über tausend Ärzte nehmen an den jährlichen Konsultationen in Lourdes teil. Hier wird darüber entschieden, ob eine Heilung als medizinisch nicht erklärbar anzusehen ist.
Können sich zausend Ärzte irren?
Die medizinisch-wissenschaftlichen Laboratorien von Lourdes sind mit den besten Instrumenten ausgestattet. Fachleute bezeichnen diese Laboratorien als die modernsten der Welt. Das also ist Lourdes heute.
Nun lassen wir aber den sechzehnjährigen Jungen, der als Blinder nach Lourdes kam, selbst erzählen: Rene schildert, was nach seiner Heilung geschah: „Unzählige Hände streckten sich mir entgegen. Alle wollten mich berühren. Fast hätten sie mir die Kleider vom Leibe gerissen. Ich ließ alles mit mir geschehen, ich war noch wie betäubt. Erst langsam kam mir zum Bewusstsein, dass ich sehen konnte. Die Leute gerieten regelrecht in Ekstase. Um ein Wunder zu erleben, waren sie ja nach Lourdes gekommen. Und nun war ein Wunder mitten unter ihren Augen geschehen. Als die Krankenpfleger meine Situation erkannten, nahmen sie mich in ihre Mitte und brachten mich in Sicherheit.
Rene erzählte dann, wie er zum Internationalen Ärztebüro geführt wurde, die Menschen hinter ihm herliefen, jubelten und beteten und Lieder des Dankes zum Himmel aufsteigen ließen. Eine Gruppe von Augenspezialisten von verschiedenen Ländern begann mit der Untersuchung. Man ließ sich Zeit und war recht gründlich. Immer neue Texte wurden Rene vorgelegt, mit immer kleineren Buchstaben. Er konnte alles lesen und strahlte über das ganze Gesicht. Vor Freude kamen ihm die Tränen. Selbst die so hartgesottenen Mediziner waren gerührt.
Inzwischen war es dunkel geworden, und die allabendliche Lichterprozession begann. „Ich will sie mitmachen–, sagte Rene. Weil ihm auf so wunderbare Weise geholfen wurde, betätigte er sich als Krankenpfleger, um anderen zu helfen, so gut er es konnte.
Neben ihm ging in der Prozession Perlot, ein Kommunalbeamter. Perlot wunderte sich, weshalb Rene ständig in die Luft schaute. „Diese leuchtenden Pünktchen da oben ... was ist das?"
„Junge, das weißt du nicht?"
Zum ersten Mal in seinem Leben sah Rene den Himmel voller Sterne. Nun wird er auch das Meer sehen, wenn er nach Metz zurückfährt. Das große Wasser, das er über alles liebt. Auf der Hinfahrt hatte der Zug in Biarritz gehalten. Rene damals: „Wenn ich das Meer schon nicht sehen kann, will ich es wenigstens einmal fühlen." Seine Begleiter hatten Mitleid. „Komm rasch Rene, Du sollst das Wasser fühlen. Da türmte sich plötzlich eine Riesenwelle vor Rene auf, rollte auf den Jun- gen zu, durchnässte ihn bis auf die Haut. Und Rene voller Jubel: „Jetzt hab ich es gefühlt! Ganz deutlich hab ich es gefühlt! Es war wunderbar!"
Rene Scher wurde bereits mit einem schweren Augenleiden geboren. Mit zwei Jahren bekam er seine erste Brille. Trotz der Brille konnte er in der Schule nicht erkennen, was auf der großen Tafel geschrieben war. Er musste die Klasse wiederholen.
Dann, 1960, die erste Operation. Professor Nordmann aus Straßburg operierte drei Stunden. Die Operation hatte aber nichts genutzt, denn drei Monate später sah er nur noch Schatten von seiner Umgebung. Und schließlich wurde es völlig Nacht um Rene. Er kam in die Blindenanstalt und lernte die Blindenschrift.
Der 3. August 1966. Ein großer Tag für Rene, denn mit dem Pilgerzug durfte er nach Lourdes fahren.
Inbrünstig betete Rene vor der berühmten Grotte: „Heilige Jungfrau Maria, gib mir doch soviel Augenlicht, dass ich mich wieder selber zurechtfinden kann, dass ich nicht immer auf fremde Hilfe angewiesen bin..."
Während er betete, geschah das Wunder. Heute kann Rene viel besser sehen, als er je zu hoffen gewagt hatte. Im August 1969 war ich mit einer Pilgergruppe in Lourdes und begegnete auch Rene. Er war mit seinen Eltern und seiner Schwester dort. Alle vier waren wochenlang als Krankenpfleger tätig aus Dankbarkeit für die wunderbare Heilung. Noch immer strahlt die Freude und das Glück aus seiner ganzen Persönlichkeit über diesen Gnadenerweis des Himmels.

Rene hat sich zu Hause im Garten eine Lourdesgrotte errichtet, um noch auf diese Weise seinen Dank zu zeigen. Gern steuerten wir deutschen Pilger ein wenig bei für die Statue der Muttergottes und der hl. Bernadette, die er sich in Lourdes für seine Grotte kaufte.
Nie werde ich diese eindrucksvolle Begegnung mit Rene vergessen.

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