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Gleichnisse Jesu

Von EwigerBrunnen01 Freitag 26.11.2021, 12:09

Foto: Internet, Bergpredigt in Halver

Die Gleichnisse Jesu sind mitten aus unserem Leben genommen, auch das vom „Ungerechten Verwalter“, zu lesen in Lukas Kapitel 16, 1-13.
Es provoziert in besonderer Weise: Kein „Barmherziger Samariter“, der sich um andere sorgt, wird hier vorgestellt, sondern einer, der nur an sich denkt! Da steckt viel kriminelle Energie drin, der man dann auch noch eine positive Seite abgewinnen soll?
Die Anerkennung für ihn ist aber keine Rechtfertigung seiner Unmoral, Notlage hin oder her. Betrug bleibt Betrug. Hellwach jedoch erkennt er seine Situation. Jetzt gilt es zu handeln, bevor ihm alle Felle davonschwimmen, bevor er fristlos entlassen wird und nicht mehr handeln kann. Darauf, nur darauf kommt es Jesus an: Die Situation erfassen und das Gebot der Stunde erkennen. Der springende Punkt ist die Klugheit. Es gilt, entschlossen und klug das Nötige für das Reich Gottes zu tun. Mit der bisherigen, traditionellen Religionsausübung, mit einer nicht in Frage gestellten Gesetzesfrömmigkeit kann und wird es nicht weitergehen, sagt Jesus.
Jede Generation hat sich in Sachen Religion die Frage zu stellen, was ist in dieser Situation klug? Es geht nicht um die Klugheit eines Geschäftsmannes, sondern um die Frage: Was dient dem Menschen um des Himmelreiches willen? Eine Religion, eine Kirche, die dem Menschen nicht dient, ist unmenschlich und widerspricht dem Willen Gottes. Jesus geht es eben nicht um Verbotsmoral, obwohl sie scheinbar kirchenspezifisch zu sein scheint. Er lebt die positive, bejahende, ja auch beglückende Moral, zum Beispiel die volle Hingabe des Schenkens – bis zum Verschenken des Lebens. Allein darin stecken doch die ganze Lust und Leidenschaft des Lebens. „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“ lautet die goldene Regel. Das klingt etwas schlaff und will doch eine leidenschaftliche Ermutigung sein: „Liebe – und dann brauchst du nicht lange zu fragen, was zu tun oder zu lassen ist!“

Pfr. Schießler, Rainer M. (Auszug aus Die Schießler-Bibel)

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