UNVERSTÄNDNIS
Von
egalis
Freitag 03.03.2023, 18:20
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Von
egalis
Freitag 03.03.2023, 18:20
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Immer wieder lese ich hier von Hundehaltern, die sich einen Auslandshund angeschafft haben. Immer wieder sind Hunde dabei, die auffällig in ihrem Verhalten sind und für die von den Haltern Erklärungen und eventuelle Vorschläge/Hilfen erfragt werden.
Wenn sie denn solche bekommen und damit auch noch Erfolg haben, ist das sicher eine gute Sache.
Ich verstehe aber grundsätzlich nicht, dass Hunde aus dem Ausland nach Deutschland und hier zunächst meistens in Tierheime gebracht werden, bevor sie zu Interessenten kommen. Oft steht dahinter, dass man so ein Tier angeblich "gerettet" hat, weil es vielleicht sonst getötet worden wäre.
Was muss so ein intelligentes Wesen alles in dieser fremden Gegend aushalten???
Erstmal das Festsetzen des Tieres; der Transport per Auto oder meistens Flugzeug, eingesperrt in Transportkisten. Kein vertrauter Geruch mehr. Fremde Laute, kann kein Wort der unbekannten Sprache verstehen. Eingesperrt sein, wobei vorher wahrscheinlich ein Leben in gänzlicher Freiheit gewohnt war. Futter, das ihm fremd ist. Dann nach Wochen der fragwürdigen Eingewöhnung im Tierheim, wieder fremde Menschen, denen der Hund sich ausgeliefert fühlt und sich gar nicht oder nur sehr langsam an die neuen Gegebenheiten gewöhnen kann.
So einen Hund, der eigentlich als der Freund des Menschen gilt und hier nicht "ankommt", wenig Verständnis findet, bedaure ich zutiefst.
Durch mein Leben haben mich einige Hunde begleitet - es waren keine "Ausländer".
Iwo, ein Deutscher Schäferhund - mit geradem Rücken, als Welpe von einem Züchter; Cäsar ein Deutscher Schäferhund, auch nicht mit Hüftschaden, als Welpe aus dem Tierheim, der mit zunehmendem Alter seinen Charakter änderte. Er griff einen Radfahrer an, knurrte erst meinen Mann, dann unseren Sohn an. Kam ein Bekannter und ich sprach mit dem, mussten wir uns die Hände geben, von Cäsar argwöhnisch beobachtet. Wir mussten uns von dem Hund trennen.
Bella war eine Dalmatinerhündin und Welpe, die wir lange hatten. Sie bekam Junge, die wir vermitteln konnten; einen Junghund, die Dolli, behielten wir bis zu deren traurigen Ende. Sie wurde 13 Jahre und hatte zuletzt Krebs.
Nach kurzer hundeloser Zeit holten wir uns den Welpen Felix von Bekannten, als er von seiner Mutter wegkonnte. Er war ein "SchnauSettCo": Mischung aus Schnauzer, Setter, Collie und sehr klug. Er war stets gut Freund mit meinem Kater Timmi. Die beiden begleiteten mich auf meinen Spaziergängen. Dann war auch die Zeit vorbei.
Warum lässt man die Hunde nicht in Spanien, Griechenland, Bulgarien und woher sie sonst alle geholt werden? Wer unbedingt helfen will, kann sich tatkräftig in einem der dortigen Tierheime einbringen. Ich kenne eine Frau, die hier bei einem Tierarzt arbeitet. Sie verbringt jedes Jahr ihren Urlaub auf einer spanischen Insel und hilft dort in einem Tierheim...