SIEBEN LEBEN
Von
egalis
Montag 09.01.2023, 18:11
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egalis
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Der Großgeist hatte seine Schöpfung beendet und betrachtete voller Freude sein Werk. Zufrieden war er mit dem, was er da sah. Auch die Einteilung fand er gelungen. Nur mit der Tierwelt war er noch nicht ganz einverstanden. Er wollte doch jedem Tier seine Bestimmung geben! Das war nicht ganz einfach, weil er bei manchen Mehrbeinern überhaupt nicht wusste, wieso er sie geschaffen hatte. Er überlegte also hin und her. Besah sich eine Zecke von allen Seiten und meinte, dass sie gut dafür gemacht sei, sich an Grashalmen festzuhalten. Käme ein Felltier oder ein Mensch vorbei, könnte sie zu diesem überwechseln und sich eine Blutmahlzeit holen. Wofür sie sonst nützlich sei und warum er sie überhaupt geschaffen hatte, wusste er beim besten Willen nicht mehr. Darüber wollte er später nachdenken, was er aber vergessen zu haben scheint. Denn mit den Zecken passierte nichts anderes als vorher. Oder der Floh: Das war eigentlich eine Scherzerfindung vom Großgeist. Er ergötzte sich an den großen Sprüngen, die ein Floh zurücklegen konnte. Was machte es schon, wenn sich so ein Hüpfer ein warmblütiges Lebewesen aussuchte, um dort Blut zu saugen! Es blieb ja immer noch genug übrig.
Der Vogel mit seinem Gesang war eine Freude für dessen Schöpfer. Er konnte nicht genug davon hören. Das Pferd sollte seinen Reiter tragen oder den Menschen beim Ackern helfen. Die Kuh ermahnte er, reichlich Milch zu geben, damit ihr Kälbjen satt zu trinken hatte und wenn sie gemolken wurde. Das Huhn sollte Eier legen. Den Hund hielt er geeignet für die Bewachung und den Schutz von Menschen, ihrem Umfeld, ihren Tierherden.
Und und und.
Schließlich kam er bei der Katze an, die schnurrend seine Füße wärmte. Das gefiel dem Großgeist so gut, dass er meinte, das könnte auch Menschen begeistern. Er überlegte lange, wie er die Katze einsetzen sollte. Aber nach all der Arbeit und dem ganzen Überlegen hatte er nicht mehr viel Lust, sich im Einzelnen jetzt noch mit der Katze zu befassen. So beschloss er, diese Tiere seiner Kollegin, der Großgeistin Feline, zu überlassen.
Die war von dem Gedanken, sich mit diesen Leisetretern, Mäusefängern, Schmusern, beschäftigen zu können, sehr angetan. Sie liebte die weichen Felle, ergötzte sich am Schnurren. Damit sie recht viel Katzen-Zuneigung zu spüren bekam, dachte sich die Großgeistin etwas Besonderes aus.
Fortsetzung??