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SIEBEN LEBEN Fortsetzung 3

Von egalis Mittwoch 11.01.2023, 10:08

Das erste Katzenleben war passiert.*****

Viele Monate später kam der Nachbar zu ihr. Der erzählte, dass seine Hunde unter einer Hecke eine kleine Katze aufgestöbert hätten. Ob die bei ihr eine Unterkunft bekommen könne, denn die Hunde würden keine Katzen leiden mögen.
Die Frau lief zu der Hecke und entdeckte das kleine verängstigte Wesen, das aber doch an der ausgestreckten Hand schnupperte und sich hochnehmen ließ. So kam Mausi auf den Bauernhof. Von Anfang an war sie eine Hauskatze. Von ihren Streifzügen kam sie stets wieder zurück und ließ sich verwöhnen. Sie wusste sehr bald, dass die Küche ein Ort war, an dem es oftmals was zu naschen gab.
Mausi konnte sich mit der Bäuerin gut verständigen. Die beiden mochten sich furchtbar gern. Mausi war eine ganz besondere Katze.
Sie mochte Pflaumenkuchen mit Sahne, naschte Schokolade und Marzipan und vertrug sich gut mit dem Schäferhund. Dann war auch sie eines Tages verschwunden. Kam aber am zweiten oder dritten Tag vor die Terrassentür und legte ein Katzenkind auf den Abtreter. Sie lief wieder fort und kehrte noch zweimal mit einem Jungen im Maul zurück. Sie wusste, dass sie ihrer Frau vertrauen konnte. Die hatte dann auch flugs einen Karton herbeigeholt, mit Tüchern ausgepolstert und die Kätzchen dort hineingelegt. Mausi legte sich dazu und versorgte ihre Kinder. Alle drei wuchsen zu prächtigen Katzen heran.

Nach etlichen Jahren zog die Familie um in einen Neubau. Natürlich kam Mausi mit, hielt sich aber auch immer noch nebenan auf dem Bauernhof auf. Eines Tages kam sie nicht nach Hause und die Frau suchte sie auf dem Hof. Im Pferdestall fand sie die Katze. Sie hatte sich ins Stroh gelegt und wollte in Ruhe gelassen werden. Am späten Nachmittag saß Mausi vor der Tür und wollte ins Haus. Sie konnte sich nur noch schleppen. Die Frau legte sie in einen Karton. Sah wohl, dass es mit dem Tier zu Ende ging und blieb bis zum letzten Atemzug bei ihr. Dreizehn Jahre lang waren sie Freunde.
Das zweite Katzenleben war passiert.

Großgeistin Feline hatte sehr gut beobachtet, ob ihre Lieblingskatze ihre beiden Leben erfolgreich hinter sich gebracht hatte und beschloss einen weiteren Versuch. Der allerdings gelang ihr nicht so gut.
Auf einem Bauernhof leben oftmals viele Katzen. Nicht alle werden zutraulich und zahm. Jetzt war die Lieblingskatze ein Kater, der keine Menschen mochte und weglief, sobald einer in die Nähe kam. Auch den Hund mochte er nicht. Der Kater war ein Bösewicht.
Er setzte den anderen Katzen nach, biss und kratzte sie und tötete deren Jungen. Da war oft Fauchen und Schreien in der Scheune und die Katzenmütter liefend suchend umher und weinten.

Der Schäferhund war gut Freund mit den Hofkatzen. Wichtig war nur, dass sie sich von ihm beschnüffeln ließen. Das wollte der böse Kater aber nicht und zog dem Hund seine scharfen Krallen über die empfindliche Nase. Da hatte er sich einen Feind geschaffen. Überall, wo die beiden aufeinandertrafen, ging eine schlimme Hatz los. Großgeistin, die das verfolgte, wollte dieses nicht länger ertragen. So ein böses Katzenleben hatte sie nicht vorgesehen. Sie ließ den Kater sich in einer Ecke verfangen, wo der Hund ihn fand. Es war ein heftiger Kampf, den der Hund gewann.
Ein drittes Katzenleben war erloschen. Als was würde die Urkatze diesmal in die Menschenwelt kommen?

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