Noch schnell Tomaten kaufen gehen...
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Feierabend-Mitglied
Samstag 28.08.2021, 13:36
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Ende Juli 1982. Mein ältester Sohn war fast 4 Jahre alt. Wir machten unseren täglichen Spaziergang durch die Straßen von Paris. Mamiiii, kaufst Du mir ein Croissant, Mamiii, schau mal das rote Auto, biiittte, Mami, ich habe Hunger auf ein Eis... Über zwei Stunden entdeckte er ständig neue Dinge, die ich doch bitte kaufen sollte.
Jede Mutter kennt diese Situation. „Frédéric, Mami hat kein Geld mehr.“ Ich hatte erwartet, dass es nun gut sei. Und so war es auch.
Bevor wir nach Hause gingen, wollte ich noch schnell in dem kleinen Geschäft an der Ecke einige Tomaten für das Abendessen kaufen. An der Kasse verkündete mein Sohn sehr, sehr, sehr laut, alle Anwesenden konnten es hören: „Aber wir haben kein Geld mehr.“
Mit rotem Kopf zog ich meinen Sohn hinter mir her, verließ mit ihm und dem Kinderwagen, in dem der kleine Bruder lag, das Geschäft. Und habe es nie wieder betreten.
Zu Hause fiel mir ein, dass es Monatsende war, also unmöglich klang die Geschichte für die Beobachter dieser Szene nicht. Peinlich, peinlich. Diese Ausrede würde ich keiner Mutter empfehlen.