Das alte Haus.
Von
Dorfjunge
Montag 30.05.2022, 20:27
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Dorfjunge
Montag 30.05.2022, 20:27
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Schiefgedrückt von der Jahre Last,
mit grauem Dach wie alter Bast.
Stehtdort an der Ecke das alte Haus.
Geschlechter gingen dort ein und aus.
Es ward hier gelebt, gestorben, gelitten,
gestrebt und geliebt, verstoßen, gestritten,
gesehnt, gelacht und geweint
gefeiert, getrennt und vereint.
Die kleinen Fenster sind trüb und blind,
das Haus wirkt wie ein verlorenes Kind..
Vom einstigen Garten blieb nur ein Saum
und ein uralter, verwiterter Apfelbaum.
Verlassen ist das niedere Haus,
die letzten Bewohner zogen längst aus.
Im Wege steht das Haus, dem Wachsen der Stadt,
die lange schon zu enge Straßen hat.
Bald kommen Männer und reißen es ein,
Ein Haufen Lehm und Balken wird es sein,
auch dieser verschwindet, der Platzist so leer,
gefällt ist der Apfelbaum-er trugdoch nichts mehr.
Alles ist Werden und und alles Vergehn-
bald wird die Straße hier breit und schön.
Und Erinnerung, achsie verweht,
wenn der Schritt der Zeit darüber geht.